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Landwirtschaft

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Wir haben diese Plattform ins Leben gerufen, um unseren Bäuerinnen und Bauern wie auch Forstwirtinnen und Forstwirten unmittelbare und verlässliche Informationen aus erster Hand zur Verfügung zu stellen – direkt aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

COVID-19 Investitionsprämie für Land- und Forstwirtschaft

Um Land- und Forstwirte bei Investitionen in ihren Betrieb zu unterstützen, hat die Bundesregierung eine COVID-19-Investitionsprämie bereitgestellt. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren, steuerfreien Zuschüssen für Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen. Die Prämie kann grundsätzlich zusätzlich zu bestehenden Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden, solange die geltenden EU Förderobergrenzen im Agrarbereich nicht überschritten werden.

  • Die Antragstellung ist zwischen dem 01.09.2020 und 28.02.2021 über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) möglich. Hotline für Fragen: +43 (1) 501 75-400 (Montag–Freitag: 08.00–18.00 Uhr und Samstag: 08.00–15.00 Uhr)

  • Der Investitionsbeginn muss vor dem 01.06.2021 liegen; 

  • Inbetriebnahme und Zahlung (Investitionsdurchführungszeitraum) müssen bei einem Investitionsvolumen von weniger als EUR 20 Mio. bis längstens 28. Februar 2023, bei einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 20 Mio. bis längstens 28. Februar 2025 erfolgen.

  • Die Unter- und Obergrenzen des Investitionsvolumens liegen zwischen 5.000 und 50 Mio. Euro ohne USt pro Betrieb.

  • Die Höhe des Zuschusses liegt bei 7 % der förderfähigen Investitionen – etwa Bau einer neuen Halle oder Ankauf von Zuchttieren. Ausgenommen sind allerdings:
    • Klimaschädliche Investitionen; darunter fallen u.a. Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und Anlagen, die fossile Energieträger nutzen. Traktoren ab Abgasnormstufe 5 sind hingegen förderfähig.
    • Investitionen, bei denen vor dem 01.08.2020 oder nach dem 28.02.2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden (Planungsleistungen, Einholung von behördlichen Genehmigungen oder Finanzierungsgespräche zählen hingegen NICHT als erste Maßnahme)
    • Aktivierte Eigenleistungen
    • Leasingfinanzierte Investitionen, es sei denn, diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert.
    • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten).
    • Der Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen und Grundstücken.
    • Der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind.
    • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten.
    • Finanzanlagen
    • Umsatzsteuer (außer es besteht keine Vorsteuerabzugsberechtigung).
  • Für Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit erhöht sich der Zuschuss auf 14%.

1. Ökologisierung

  • Wärmepumpen
  • Biomasse Einzelanlagen und Mikronetze
  • Anschluss an Nah-/Fernwärme
  • Thermische Solaranlagen inkl. Großanlagen
  • Thermische Gebäudesanierung
  • Energiesparen in Betrieben
  • Klimatisierung und Kühlung
  • Abwärmeauskopplung
  • Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger
  • Innovative Nahwärmenetze
  • Stromproduzierende Anlagen in Insellagen
  • Biomasse Kraft-Wärme-Kopplung und Holzgaserzeugung zur Eigenversorgung
  • Energetische Nutzung biogener Roh- und Reststoffe
  • Herstellung biogener Brenn- und Treibstoffe
  • Erneuerbarer Wasserstoff und erneuerbare Gase
  • Investition zur Luftreinhaltung
  • Kreislaufwirtschaft - Rohstoffmanagement
  • Umweltschonende Bewirtschaftung gefährlicher Abfälle
  • Kreislaufwirtschaft – Abfälle
  • Photovoltaikanlagen und Stromspeicher
  • Ökostromanlagen
  • Forcierung der Elektromobilität
  • Weitere alternative, fossil-freie Antriebe
  • Radverkehr und Mobilitätsmanagement
  • Investitionen zum primären Zwecke der Wassereinsparung
  • Investitionen zum primären Zwecke des Schutzes der Biodiversität

2. Digitalisierung

  • Hardware
  • Neuanschaffung von Software
  • Infrastruktur exklusive bauliche Maßnahmen

3. Gesundheits- und /LifeScience-Investitionen

  • Investitionen in Anlagen zur Entwicklung und Produktion von pharmazeutischen Produkten für den human- und veterinärmedizinischen Bereich.
  • Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Produkten, die in Pandemien von strategischer Bedeutung sind


Kombination mit anderen Förderungen:

Die COVID-19 Investitionsprämie ist grundsätzlich mit anderen Fördermaßnahmen kombinierbar, insbesondere auch mit:

  • Investitionsförderungen aus dem Programm LE 14 – 20
  • Agrarinvestitionskrediten (AIK)
  • Umweltförderungen
  • AWS-Überbrückungsgarantien
  • Fixkostenzuschüsse

Die Innovation Farm beschäftigt sich an 3 Standorten und in 20 Pilot- und Demonstrationsbetrieben in ganz Österreich mit neuen Technologien, Trends und Entwicklungen und macht diese für die Landwirtschaft sichtbar, greifbar und vor allem anwendbar.  In Zukunft können sich Interessierte auch vor Ort ein Bild der neuen Technologien aus den Bereichen Ackerbau, Grünland und Innenwirtschaft machen.

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Pakt für mehr Tierwohl

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat gemeinsam mit dem Dachverband der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ), den einzelnen Verbänden wie auch mit Vertretern der Bundesländer und der Landwirtschaftskammer Anreize erarbeitet, um unsere Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, in noch mehr Tierwohl zu investieren.

Der Pakt enthält 6 Schwerpunkte (weitere Informationen stehen auf www.bmlrt.gv.at zur Verfügung):

1. 120 Mio. Euro Förderung für Investition in tiergerechte Haltungssysteme

  • Neue Förderstandards für Ferkelaufzucht und Schweinemast bzw. Rinderhaltung.
  • Ab 2021 Erhöhung des Fördersatzes für Investitionen in besonders tierfreundliche Haltungen bei Schwein und Pute von 25% auf 35% der Investitionskosten.
  • Ab 2021 keine Förderung für den Neubau von Anbindeställen (ausgenommen Kleinstbetriebe).
  • Ab 2022 keine Förderung mehr für den Neubau von Ställen, die nur gesetzliche Mindeststandards erfüllen – z.B. Ställe, die ausschließlich Vollspaltenböden in der Schweinehaltung verwenden.

2. Unterstützung bei laufendem Aufwand für mehr Tierwohl

  • „Tierwohl-Weidehaltung“: Bäuerinnen und Bauern werden unterstützt, wenn sie Weidehaltung für Rindern, Schafen, Pferden etc. als tier- und umweltgerechtes Haltungssystem anbieten.
  • „Tierwohl-Stallhaltung“ in der Rindermast fördert mehr Platz und eine eingestreute, weiche Liegefläche für männliche Mastrinder.
  • „Tierwohl-Stallhaltung“ für Schweine fördert mehr Platz und eingestreute Liegeflächen. Für Betriebe, die unkupierte Schweine halten, wird es einen Zuschlag geben.

3. Reduktion von Kälbertransporten – österreichische Kalbsfleischstrategie umsetzen

  • Aufnahme der Qualitätsstandards „Vollmilchkalb“ und „Kalb rosé“ ins AMA-Gütesiegel, darauf aufbauend Absatzförderung und Vermarktungsstrategien.
  • Ausweitung der bestehenden Förderung für die Erzeugung von Qualitätsrindfleisch (Q-plus Rind) auf die Kälbermast.
  • Das Förderprogramm „Tierwohl Stallhaltung“, wird auf Kälber ausgedehnt (ab 2023).

4. Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik hin zu mehr Tierwohl 

  • Weiterentwicklung der Maßnahmen „Tierwohl-Weidehaltung“, „Tierwohl-Stallhaltung“ und in den Programmen zur biologischen Landwirtschaft.
  • Ausweitung des Programms „Tierwohl-Stallhaltung“ auf Kälber.

5. Aufbau Österreichischer Tiergesundheitsdienst

  • Programme zur Umsetzung von Tierwohlvorgaben (z.B. Verzicht auf Schwanzkupieren bei Ferkeln).
  • Einheitliche Tiergesundheitsprogramme (z.B. Reduktion von Medikamenten).
  • Unterstützung der Tierhalter bei der Umsetzung veterinärrechtlicher Vorgaben.

6. Rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Tierhaltungspraxis

  • Aktuelles Projekt: Möglichkeiten des Umbaus von Schweinehaltungen mit gesetzlichem Haltungsstandard hin zu einem gehobenen Standard, wie zukünftig für die Investitionsförderung vorgesehen. Umsetzung und Prüfung in Praxisbetrieben.
Jetzt anmelden und am Laufenden bleiben!

Corona-Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft

Investitionsförderung und Existenzgründungsbeihilfe

Es wurden besondere Regelungen zu Fristen betreffend Projektförderungen im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung und des Europäischen Meeres- und Fischereifonds erlassen bzw. verlängert. Diese Regelungen gelten bis 30. Juni 2021.

Antrag und Informationen:

Familienhärtefallfonds für landwirtschaftliche Betriebe 

Seit 15. April 2020 kann eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragt werden. Mit 1. Jänner 2021 wurde der förderbare Personenkreis erweitert. Nun sind alle natürlichen Personen im Sinne des Härtefallfondsgesetz § 1 Abs. 1 erfasst. Die Antragstellung steht daher jetzt auch Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe offen, sofern sie eine Förderzusage aus dem Härtefallfonds Land- und Forstwirtschaft von der Agrarmarkt Austria (AMA) haben.

Antrag und Informationen:

Steuererleichterungen für Buschen-, Almausschankbetriebe und für Beherbergung 

Die Senkung der Umsatzsteuer auf 5% wurde bis 31. Dezember 2021 verlängert. Berücksichtigt von der Senkung sind aller Speisen und Getränke, wenn eine Gewerbeberechtigung nach der Gewerbeordnung vorliegt sowie Tätigkeiten, die der Art nach der gewerblichen Gastronomie entsprechen. Umfasst sind daher etwa auch Buschenschanken. Auch Tätigkeiten, für die nach der Gewerbeordnung kein Befähigungsnachweis erforderlich ist (z.B. Schutzhütten), sind von dieser Regelung erfasst.

Antrag und Informationen:

Ausfallsbonus

Die entsprechende Richtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald konkrete Informationen zur Verfügung stehen, stellen wir diese hier zur Verfügung.

Fixkostenzuschuss I/II und Verlustersatz 

Fixkostenzuschuss I

  • Voraussetzungen für die Unterstützung:
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich.
  • Das Unternehmen übt eine operative Tätigkeit in Österreich aus, die zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbständige Arbeit oder Gewerbebetrieb führt.
  • Das Unternehmen erleidet einen durch die Ausbreitung von COVID-19 verursachten Umsatzausfall.
  • Das Unternehmen muss zumutbare Maßnahmen gesetzt haben, um die durch den Fixkostenzuschuss zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht mittels ex ante Betrachtung).

Fixkostenzuschuss II

  • Abgegolten werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentganges, im Gegenzug werden bereits erhaltene Hilfen wie 100 Prozent-Garantien abgezogen.
  • Unternehmen können ab sofort den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30% gefallen ist. Je Periode können pro Unternehmen maximal 800.000 Euro Förderung fließen.
  • Der Fixkostenzuschuss von 800.000 Euro kann für einen mehr als dreimal so langen Zeitraum wie der Fixkostenzuschuss I, nämlich max. 9,5 statt 3 Monate beantragt werden.
  • Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater einen Antrag stellen.

Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich.

  • Der prozentuelle Fixkostenzuschuss entspricht dem prozentuellen Umsatzausfall.
  • Wenn beispielsweise 60% vom Umsatz ausfallen, so werden auch 60% der Fixkosten ersetzt.
  • Der Umsatzausfall muss mindestens 30% betragen.
  • Die maximale Höhe ist pro Unternehmen mit 800.000 Euro begrenzt.
  • Bei Unternehmen der Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse beläuft sich der Höchstbetrag auf 100.000 Euro, für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors auf 120.000 Euro.

Antrag und Informationen:

Härtefallfonds für die Land- und Forstwirtschaft

  • Unterstützungen können für insgesamt 12 Monate beantragt werden.
  • Der Betrachtungszeitraum wird von sechs auf zwölf Monate erweitert.
  • Bei coronabedingtem Umsatzeinbruch können Bewirtschafter somit zukünftig bis zu 30.000 Euro insgesamt erhalten (darin enthalten bis zu 6.000 Euro Comeback-Bonus); die Mindestauszahlung beträgt weiterhin pro Monat (inklusive Aufstockung bei Minimalbeträgen und Comeback-Bonus) 1.000 Euro.
  • Comeback-Bonus
    Der Comeback-Bonus beträgt 500 Euro pro Monat. Dieser gilt für alle Betriebe und Unternehmen, die in Phase 2 anspruchsberechtigt sind. Bei bereits abgeschlossenen Ansuchen erfolgt diese zusätzliche Auszahlung automatisch. Bei Nebeneinkünften und Versicherungsleistungen ab 2.000 Euro steht der Comeback-Bonus nicht zu.

Welche Betriebszweige werden unterstützt?

  • Wein- und Mostbuschenschankbetriebe
  • Spezialkulturen im Wein-, Obst-, Garten- und Gemüsebau sowie Christbaumkulturen (hinsichtlich Fremdarbeitskosten)
  • Landwirtschaftliche Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen vermieten (Urlaub am Bauernhof)
  • Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte direkt, an die Gastronomie, Schulen und die Gemeinschaftsverpflegung sowie gärtnerische Produkte direkt und an den Groß- und Einzelhandel vermarkten
  • Betriebe, die agrar- und waldpädagogische Aktivitäten anbieten (z.B. Schule am Bauernhof, Seminarbäuerinnen)
  • Betriebe, die auf Basis von Verträgen Sägerundholz erzeugen, dieses aber nicht mehr abgeholt werden kann.
  • Jungunternehmer
    Die pauschale Förderung von Jungunternehmern gilt nun auch für Jungunternehmer, die einen neuen Wirtschaftszweig seit 2019 führen, konkret heißt das, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres noch nicht im neuen Wirtschaftszweig tätig waren.

Antrag und Informationen: 

Neue Pauschalierungsverordnung - Entlastung für LUF-Betriebe 

Die Pauschalierungsverordnung, die rückwirkend mit 1. Jänner 2021 in Kraft tritt, ist ein wesentlicher Teil der Verwaltungsvereinfachungen und Entlastung für die Bäuerinnen und Bauern.

Die Einnahmengrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten wird von 33.000 Euro auf 40.000 Euro inklusive Umsatzsteuer angehoben.

Durch die Anhebung profitieren unter anderem land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung, Almausschank oder Kommunaldienstleistungen wie Schneeräumen im Winter.

Die Pauschalierungsgrenzen in der Land- und Forstwirtschaft werden bei gleichzeitiger Beibehaltung der Obergrenze für die Vollpauschalierung von 75.000 Euro Einheitswert angepasst.

Es werden die Vollpauschalierungsgrenzen für: 10 Hektar Intensivobstanlagen zur Produktion von Tafelobst, 120 tatsächlich erzeugte und gehaltene Vieheinheiten und 60 Hektar bewirtschaftete reduzierte landwirtschaftlich genutzte Fläche gestrichen sowie die Vollpauschalierungsgrenze für die Forstwirtschaft (Forst(Teil)Einheitswert) von 11.000 Euro auf 15.000 Euro angehoben. Zudem werden die pauschalen Betriebsausgaben bei Kalamitätsnutzung von Schadholz erhöht

Antrag und Informationen:

Entlastungs- und Investitionspaket für die Land- und Forstwirtschaft

Ein Maßnahmenpaket in der Höhe von 400 Mio. Euro enthält weitere Entlastungen:

  • Angleichung der Krankenversicherungs-Mindestbeitragsgrundlage
  • Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13% auf 10%
  •  Erhöhung der PV-Beitragsgrundlage für im eigenen Betrieb beschäftige Kinder bis zum 27. Lebensjahr
  •  Streichung des Solidaritätsbeitrages der Pensionisten auf alle Pensionen in Höhe von 0,5%
  • Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsmaßnahme (= Gewinnglättung) zur besseren Absicherung der Landwirte gegen Preis- und Ertragsschwankungen
  • Streichung der Einheitswertgrenze und Anhebung der Umsatzgrenze für die Buchführungspflicht
  • Erhöhte Übertragungsmöglichkeit stiller Reserven bei Kalamitätseinkünften

Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie sind auch mache landwirtschaftliche Sektoren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Betriebe, die relevante Teile ihrer Produktion in Gastronomie und Hotellerie liefern – und somit von den Schließungen indirekt betroffen sind –, haben mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen. Für sie gibt es die Möglichkeit des Verlustersatzes. Dieser soll die größten Verluste und Einbußen abfedern.

Seit 15. Februar 2021 kann dieser Verlustersatz bereits von betroffenen Betrieben der Schweine- und Weinbranche online beantragt werden. Mit 8. März können nun auch Speise- und Saatkartoffel-Produzentinnen und -Produzenten einen entsprechenden Antrag stellen. Ab dem 25. Mai kann diese Unterstützung nun auch für Legehennen-Betriebe im Bodenhaltungssegment beantragt werden.

 Für diese Maßnahme werden insgesamt bis zu 60 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Wer kann Verlustersatz beantragen?

  • Landwirtschaftliche Betriebszweige, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben.
  • Als Vergleichszeitraum dienen die gleichen Monate des Vorjahres.
  • Die Verlustermittlung erfolgt auf pauschale Weise auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen.
  • Die Förderobergrenze liegt bei 100.000 Euro für jeden Betriebszweig.
  • Zusätzlich ist eine beihilferechtliche Obergrenze von 225.000 Euro je Landwirt zu beachten.

Berechnungsmodell auf Basis des Deckungsbeitrages – Schweinebranche und Speise- sowie Saatkartoffelproduktion:

  • Rückgang von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags.
  • Dieser wird für den Betriebszweig unter Heranziehung von Berechnungen der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen ermittelt und muss daher für den Betriebszweig pauschal berechenbar sein.
  • Zuschuss in der Höhe von 70 Prozent des pauschal errechneten Verlustes.

Berechnungsmodell auf Basis der Bestandmeldung - Weinwirtschaft:

  • Jahresumsatzrückgang von zumindest 40 Prozent als Einstiegskriterium.
  • Die Ermittlung des Umsatzrückgangs und des betrieblichen Einkunftsverlustes basiert auf dem Vergleich der Verkäufe in den Bestandsmeldungen 2019 und 2021 unter Berücksichtigung von für die Branche festgelegten durchschnittlichen Verkaufspreisen.
  • Für Weinbetriebe wird für die Monate Oktober 2020 bis März 2021 70 Prozent des aliquoten errechneten Rückganges des Jahresumsatzes als Zuschuss gewährt.
Zur Antragstellung bei der Agrarmarkt Austria (AMA)

Entlastung für von Schadholzereignissen extrem betroffene Betriebe

Belastungen durch Schadholzereignisse (Kalamitäten) können nun - sofern sie mindestens 20% des Wirtschaftswaldes betreffen - bei der Berechnung des forstlichen Einheitswertes berücksichtigt werden. Dadurch können betroffene Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer entlastet werden. Durch verringerte Einheitswerte reduziert sich die Berechnungsgrundlage für Steuern- und Abgaben (z. B. Grundsteuer, Sozialversicherung und Kammerumlage). Die Reduktion kann durch Antrag auf Wertfortschreibung bei bestehenden Wertfortschreibungsgrenzen und Vorlage eines Nachweises erfolgen. 

Änderungen im Überblick:

  • Der „Kalamitätsabschlag“ in Höhe von 30 Prozent wird ab Stichtag 01.01.2021 gewährt, wenn mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes von einer Kalamität betroffen sind.
  • Dabei können alle flächigen Kalamitätsschäden im Wirtschaftswald-Hochwald ab dem Jahr 2017 geltend gemacht werden.
  • Verteilt sich die Kalamität auf mehrere kleine Flächen, müssen diese Einzelflächen mindestens 0,3 ha groß sein.
  • Der Abschlag kann auch geltend gemacht werden, wenn die betroffene Fläche bereits verjüngt ist (z.B. Naturverjüngung oder Aufforstung ist vorhanden).

Betriebe mit mehr als 100 Hektar Forstbetriebsfläche

  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits verjüngte bzw. wiederaufgeforstete Flächen im Umfang von mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes vor, werden auf Antrag die Hektarsätze für die betroffenen Baumarten um 30% verringert.
  • Es werden nur jene Flächen berücksichtigt, die eine zusammenhängende Fläche von mindestens 0,3 Hektar aufweisen.
  • Der Abschlag wird nur für jene Baumarten gewährt, die zu mindestens 5% gerechnet von der Gesamtfläche des Wirtschaftswaldes-Hochwaldes geschädigt sind.

Betriebe von 10 bis 100 ha Forstbetriebsfläche

  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits wiederaufgeforstete bzw. bereits verjüngte Holzbodenflächen im Umfang von mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes vor, werden auf Antrag die Hektarsätze für den gesamten Wirtschaftswald-Hochwald um 30% verringert.
  • Es werden nur jene Flächen berücksichtigt, die eine zusammenhängende Fläche von mindestens 0,3 Hektar aufweisen.

Je nach Größenkategorie gelten folgende Regelungen:

Betriebe mit nicht mehr als 10 ha Waldfläche - „Kleinstbetriebe“

  • Bewertung erfolgt nach regionalen Hektarsätzen.
  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits verjüngte bzw. wiederaufgeforstete Flächen im Umfang von mindestens 20% auf den mit dem regionalen Hektarsatz bewerteten Flächen vor, sind diese Hektarsätze auf Antrag um 30% zu kürzen. 
  • Dabei sind nur zusammenhängende Flächen von mindestens 0,3 Hektar oder von mehr als 80% der gesamten forstwirtschaftlich genutzten Fläche der wirtschaftlichen Einheit zu berücksichtigen, bei denen das Schadensereignis nicht länger als vier Jahre zurückliegt.
Zur Sonderrichtlinie und Antworten auf häufig gestellte Fragen für die einzelnen Branchen

Weitere Informationen zur Beantragung bei der jeweils zuständigen Bezirkslandwirtschaftskammer.

Expertengipfel zur Herkunftskennzeichnung: 
Landwirtschaft für Ausschöpfung des Rechtsrahmens

Die Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden sich seit der Corona-Krise noch bewusster für heimische Produkte. Um sie dabei zu unterstützen, braucht es bei Verarbeitungsprodukten und in der Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, da täglich immerhin rund 2,5 Millionen Menschen verköstigt werden. Im Regierungsprogramm ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung (öffentlich und privat) und in verarbeiteten Lebensmitteln ab 2021 festgeschrieben.

Bei einem Gipfelgespräch auf Einladung der Landwirtschaftskammer Österreich mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger, dem Gesundheitsministerium, SpitzenvertreternInnen der Landwirtschaft und RechtsexpertInnen wurde nun der erste Verordnungsentwurf diskutiert.

Dieser geht den Vertretern der Landwirtschaft nicht weit genug, denn die verpflichtende Herkunftskennzeichnung soll auch bei verarbeiteten Produkten umgesetzt werden und mehr Produktgruppen Milch, Fleisch und Eiern umfassen. Dabei soll der gesamte rechtliche Rahmen ausgeschöpft werden, war der gemeinsame Tenor der landwirtschaftlichen Vertreter. Der Rechtsrahmen sei zwar eng, eine Ausweitung des Verordnungsentwurfs der Herkunftskennzeichnung aber über eine Notifizierung bei der EU-Kommission unter Berücksichtigung von Qualitätsaspekten möglich, stimmte der Europarechtsexperte Univ.- Prof. Walter Obwexer zu.

©  BMLRT/Christian Lendl

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hält dazu fest: Immer mehr Konsumenten wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Wenn die Kennzeichnung einfach und klar ist, werden mehr Kunden zu regionaler Qualitätsware greifen, statt auf Billigimporte. Darum setzen wir uns für die rasche Umsetzung des Regierungsprogramms ein. Wir stehen weiterhin an der Seite unserer heimischen Bäuerinnen und Bauern.

Mehr Klarheit durch Vereinheitlichung des Landarbeitsgesetzes

In Österreich sind rund 30.000 Landarbeiterinnen und Landarbeiter in den bäuerlichen Betrieben beschäftigt. Die Rechtsgrundlage für ihre Beschäftigung ist das Landarbeitsrecht, das bisher in mehr als 100 Verordnungen zersplittert war. Dies wird nun geändert. Damit ergibt sich nicht nur eine wesentliche Entbürokratisierung, sondern es wird auch mehr Gerechtigkeit für Beschäftigte und Betriebe geschaffen.

  • Künftig können sich Betriebe innerhalb einer Region zusammenschließen und gemeinsam Arbeits- und Fachkräfte beschäftigen. Dadurch soll vor allem in saisongeprägten Branchen eine nachhaltige Beschäftigung über das gesamte Jahr ermöglicht werden. Gleichzeitig können die Arbeiten in den einzelnen Betrieben flexibel aufgeteilt werden.
  • Darüber hinaus schafft die Rechtsvereinfachung auch verbesserte und einheitliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – unter anderem durch den sogenannten „Papamonat“ oder die volle Anrechnung der Elternkarenz auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche. Auch die Teilnahme an Katastropheneinsätzen wird für die Beschäftigten erleichtert.

 Das dafür notwendige Gesetz wurde heute von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Arbeitsminister Martin Kocher dem Ministerrat vorgelegt und beschlossen. Es wird voraussichtlich mit 1. Juli 2021 in Kraft treten.

Zukunftsstrategie Bio Landwirtschaft 2030

In Österreich gibt es rund 24.500 Bio-Betriebe. Das sind 22,8 % aller landwirtschaftlichen Betriebe. 26,4 % der landwirtschaftlichen Flächen werden biologisch bewirtschaftet. Österreich liegt mit diesem Ergebnis weltweit auf dem ersten Platz. Bio ist hierzulande vielfach eine Erfolgsgeschichte.

Europaweit schwanken die Zahlen der Bio-Flächen jedoch stark. Deshalb hat die Europäische Kommission im Rahmen der „Farm to Fork“-Strategie das Ziel, diesen Anteil bis 2030 EU-weit auf 25 % zu heben und somit zu verdreifachen. Darüber hinaus sollen die Verfügbarkeit und der Zugang zu biologischen Lebensmitteln deutlich ausgebaut werden.

Auch beim Konsum von Bio-Lebensmitteln befindet sich Österreich im Spitzenfeld und belegt weltweit den 4. Platz. Im Jahr 2020 wurde sogar um 23 % mehr Geld für biologische Lebensmittel ausgegeben als im Jahr zuvor – erstmals beträgt der Absatz in Österreich 10 %. Gleichzeitig ist aber auch das Einkommen der Bio-Landwirte um 10 % gesunken, beim Ackerbau (Marktfruchtbetriebe) sogar um fast 21 %. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger: „Biologische Landwirtschaft muss mit den Absatzmärkten wachsen, sonst produzieren wir an den Märkten vorbei. Mit intensiver Forschung und wissenschaftlicher Begleitung erarbeiten wir nun die Konzepte, um den Bio-Erfolgsweg weiter gehen zu können.“

 Trotz der Vorreiterrolle stellt die Quote der Europäischen Kommission also auch Österreich vor Herausforderungen, da die Wachstumsraten in den Ländern eine starke Konkurrenz am internationalen Binnenmarkt sein werden. Deshalb hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus die Studie „Stärkung der biologischen Landwirtschaft in Österreich bis 2030“ beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Auftrag gegeben. Auf dieser Basis wird die „Zukunftsstrategie Bio Landwirtschaft 2030“ erarbeitet. Die Ergebnisse fließen bis Ende des Jahres in den Nationalen GAP-Strategieplan ein und werden die Weichen für die Zukunft der österreichischen Bio-Landwirtschaft stellen.

Nähere Informationen zur Zukunftsstrategie finden sich auf der Seite des BMLRT

Faire Preise für unsere Bäuerinnen und Bauern

In einem Interview hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger auf eine bizarre Schieflage hingewiesen: „Viele Menschen haben Griller um hunderte Euro im Garten stehen und legen eine Bratwurst um 80 Cent drauf.“ Man kann es gar nicht oft genug oft sagen: Regionale Qualität und nachhaltige Produktion haben ihren Preis. Österreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren tagtäglich Lebensmittel bester Qualität unter Einhaltung höchster Standards. Doch durch Preisdumping bleibt für unsere Landwirte oft kaum etwas übrig.

Wir fragen die Community: Bist du dafür, dass unsere Bauern für regionale Lebensmittel, die sie unter höchsten Produktions- und Tierwohlstandards erzeugen, auch faire und höhere Preise vom Handel bekommen?

Es geht nicht darum, dass Fleischprodukte und Lebensmittel generell teurer werden, sondern schlicht und einfach um Fairness für jene, die viel Arbeit und Leidenschaft in die Produktion heimischer Lebensmittel stecken. Das wird nur dann funktionieren, wenn die Rabattschlachten in den Supermärkten aufhören und damit auch der ungeheure Preisdruck, den der Handel auf unsere Bauern ausübt. Faire Preise für harte Arbeit und gute Qualität. 

Alle Infos über regionale QUalitätsprodukte und staatlich anerkannte Gütesiegel findest du auch auf unserer Plattform
 "Das isst Österreich"

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Wie hoch ist der Verlustersatz für die Legehennenbetriebe?

  • Der Verlustersatz steht allen anspruchsberechtigten Betrieben zur Verfügung, die im Betrachtungszeitraum von Februar 2021 bis Mai 2021 einen Rückgang von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags erlitten haben.
  • Dieser wird für den Betriebszweig unter Heranziehung von Berechnungen der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen ermittelt und muss daher für den Betriebszweig pauschal berechenbar sein.
  • Der Zuschuss beträgt 70 Prozent und ergibt sich aus dem pauschal errechneten Verlust.

Erhöhung des Volumens für Agrarinvestitionskredite um 50 Mio. Euro

Agrarinvestitionskredite (AIK) sind ein etabliertes und wichtiges Instrument, um die landwirtschaftlichen Betriebe bei größeren einzelbetrieblichen Investitionen zu unterstützen. Es handelt sich dabei um mit Zinsenzuschuss geförderte Kredite. Durch die Aufstockung des Kreditvolumens für 2021 von bisher 130 Mio. Euro auf 180 Mio. Euro stehen nun zusätzlich 50 Mio. Euro bereit, um noch mehr Projekt bei der Umsetzung zu unterstützen.

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger: „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren 365 Tage im Jahr Lebensmittel in höchster Qualität. Jede Investition in unsere Landwirtschaft ist eine Investition in die Zukunft und die Sicherheit der Lebensmittelversorgung in Österreich. Mit den Agrarinvestitionskrediten unterstützen wir wichtige Projekte für unsere bäuerlichen Familienbetriebe.“

Höhe des Zinszuschusses

Der Zinszuschuss beträgt dabei 36 Prozent. Für Investitionen in die Be- und Verarbeitung sowie Vermarktung am landwirtschaftlichen Betrieb, Biomasseheizanlagen, Almen, Verbesserung der Umweltwirkung, Geräte zur bodennahen Gülleausbringung inklusive Gülleverschlauchung und Gülleseparatoren, Gartenbau, Obst- und Weinbau sowie für alle übrigen AIK-Förderfälle in benachteiligten Gebieten beträgt der Zinsenzuschuss 50 Prozent des verrechneten Bruttozinssatzes.

Die Laufzeit der Agrarinvestitionskredite beträgt für technische Maßnahmen maximal zehn und für bauliche Maßnahmen maximal zwanzig Jahre.

Beispiele


Errichtung eines Glashauses

Zur Errichtung eines Glashauses wird ein AIK in der Höhe von 560.000 Euro gewährt. Bei einer Laufzeit des Kredites von 15 Jahren, einem Zinsenzuschuss von 50 Prozent und dem derzeitigen Zinssatz von 1,5 Prozent  wird eine Unterstützung in der Höhe von rund Euro 33.700 Euro geleistet.

Stallbau – in benachteiligten Gebieten

Für den Bau eines Stallgebäudes wird ein AIK in der Höhe von 300.000 Euro gewährt. Bei einer Laufzeit des Kredites von 10 Jahren, einem Zinsenzuschuss von 50 Prozent und dem derzeitigen Zinssatz von 1,5 Prozent wird eine Unterstützung in der Höhe von rund 12.100 Euro geleistet.

Anschaffung von Maschinen – z.B. eine Schleppschlauchverteiler für Gülle:

Für Investitionen in Maschinen und Geräten wird ein AIK in der Höhe von 63.300 Euro gewährt. Bei einer Laufzeit des Kredites von 10 Jahren, einem Zinsenzuschuss von 50 Prozent und dem derzeitigen Zinssatz von 1,5 Prozent wird eine Unterstützung in der Höhe von rund 2.600 Euro geleistet.

Der Waldfonds: Das Zukunftspaket für unsere Wälder

Der österreichische Wald steht durch die Auswirkungen des Klimawandels unter hohem Druck: Extremwetterereignisse, Trockenheit und Schädlingsbefall führen zu hohen Schadholzmengen. Mit dem Waldfonds hat die Bundesregierung deshalb ein großes Zukunftspaket für unsere Wälder geschnürt - 350 Millionen Euro für 10 Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier. Seit 1. Februar 2021 können Förderanträge eingebracht werden. 

Der Waldfonds

Waldfonds: 350 Mio. Euro für 10 Maßnahmen 

Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Weitere aktuelle Themen

Faire Preise für unsere Bäuerinnen und Bauern

Eiweißstrategie für heimische Soja-Produktion

Mehr Klarheit durch Vereinheitlichung des Landarbeitsgesetzes

Förderung tiergerechter Haltungssysteme & Erhöhung Agrarinvestitionskredite

Corona-Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft

Weitere Informationen auf der Seite des BMLRT

Einigung auf Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023 – „Der österreichische Weg“ ist gesichert 

Am 25. Juni haben sich die Verhandlerinnen und Verhandler der EU-Ratspräsidentschaft, des EU-Parlaments und der EU-Kommission im „Supertrilog“ auf die Grundpfeiler der Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geeinigt. Der Einigung sind monatelange intensive Verhandlungen vorangegangen, die mehrfach ergebnislos abgebrochen werden mussten. Die EU-Agrarministerinnen und Agrarminister müssen die Einigung bei ihrer Ratssitzung am Montag, den 28. Juni 2021 in Luxemburg noch formell bestätigen. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger dazu: „An Österreich wird es am Montag bei der Abstimmung der Mitgliedsstaaten nicht scheitern, wir werden der nun am Tisch liegenden Einigung zustimmen. Nachdem die Verhandlungen vor einigen Wochen nach einem Marathon gescheitert sind, war dies das letzte verbliebene Zeitfenster. Unsere Landwirte brauchen Planungssicherheit, wie es in den kommenden Jahren weitergeht. Dafür ebnet die politische Einigung im Trilog nun den Weg.“ 

Nach der Bestätigung durch den Rat sowie das Plenum des Europäisches Parlaments sollte es möglich sein, dass Österreich seinen GAP-Strategieplan wie geplant Ende des Jahres 2021 bei der Kommission einreichen kann. Diese von den Mitgliedstaaten eingereichten Strategiepläne werden dann im Verlauf des Jahres 2022 genehmigt und können ab dem 1. Jänner 2023 umgesetzt werden.

Wesentliche österreichische Erfolge:

  •  Die Absicherung der Ländlichen Entwicklung der 2. Säule und der damit verbundenen Erfolgsprogramme (Agrarumweltprogramm, Ausgleichszulagen, Bio-Programme, Tierwohlprogramme, etc.).
  • 25 Prozent bei den Öko-Regelungen und damit die Zweck Widmung von mehr als 72 Milliarden Euro für Klima- und Umweltleistungen durch den österreichischen Vorstoß
  • Die Anerkennung der wesentlichen Umwelt- und Klimaleistungen der Ländlichen Entwicklung (2. Säule) bei den Öko-Regelungen.

Wichtigste Ergebnisse zusammengefasst:

  • Im Zentrum der Diskussion standen die Umwelt- und Klimaleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2023.
  • Dabei waren die Öko-Regelungen im Fokus – man hat sich auf einen Mindestanteil von 25 Prozent geeinigt. Für viele Mitgliedsstaaten ist das eine riesige Herausforderung und ein sehr ambitioniertes Ziel
  • Es geht um die Frage, welcher Anteil der Direktzahlungen verpflichtend von den Mitgliedstaaten für Klima- und Umweltleistungen zweckgewidmet werden muss.
  • Österreich ist seit Jahren mit dem Agrarumweltprogramm Vorreiter in ganz Europa. 80 % der heimischen Landwirte nehmen an diesem Umweltprogramm teil. Durch diese Vorreiterrolle konnte Österreich auch in den Verhandlungen wichtige Impulse setzen und die verstärkte Berücksichtigung der 2. Säule bei der Umweltambition durchsetzen.
  • Die Berücksichtigung der Umwelt- und Klimaleistungen hat es in diesem Ausmaß bei den Direktzahlungen in der EU noch nicht gegeben – ein Mindestanteil von 25 Prozent der für die Ökoregelungen bedeutet zusätzlich mehr als 72 Mrd. Euro für Klima- und Umweltschutz alleine in der 1. Säule.
  • Mit der Berücksichtigung des Agrarumweltprogramms bzw. der Klima- und Umweltleistungen in der 2. Säule bei Öko-Regelungen ist der erfolgreiche österreichische Weg abgesichert worden. Damit können die langfristigen Klima- und Umweltmaßnahmen (Agrarumweltprogramm) in der 2. Säule weiterhin angeboten werden.
  • Die finale Positionierung entspricht der österreichischen Forderung, dass Vorleistungen berücksichtigt und andere EU-Länder bei Klima- und Umweltleistungen nachziehen müssen.
  • Zusätzlich wurde die bereits bestehende Konditionalität (Umweltanforderungen) in der ersten Säule erweitert– verpflichtende Anteil an Bracheflächen im Ausmaß von 4% der Ackerflächen, Anbaudiversifizierung, Erosionsschutzmaßnahmen, Dauergrünlanderhaltung etc.
  • In Bezug auf die Verteilung der Direktzahlungen hat man sich auf eine verpflichtende Umverteilungszahlung von 10 Prozent geeinigt.
  • Bei der sozialen Dimension konnte man sich auf einen gangbaren Kompromiss einigen. Sanktionierungen bzw. Kürzungen der GAP-Zahlungen werden ausschließlich aufgrund von Urteilen bzw. Bescheiden der für Arbeitsrechte zuständigen Gerichte und Behörden, zusätzlich zu den von diesen Stellen verhängten Strafen, vorgenommen. Der österreichische Vorschlag zur Aufnahme der Arbeits- und Sozialrechtsregelungen in die landwirtschaftlichen Beratungsdienste für die Betriebe wurde im finalen Kompromiss aufgenommen und war ein wesentlicher Treiber für die schwierige Kompromissfindung.

Einigung auf Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023

GAP-Einigung

Einigung auf Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023

Am 25. Juni haben sich die Verhandlerinnen und Verhandler der EU-Ratspräsidentschaft, des EU-Parlaments und der EU-Kommission im „Supertrilog“ auf die Grundpfeiler der Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geeinigt. Der Einigung sind monatelange intensive Verhandlungen vorangegangen, die mehrfach ergebnislos abgebrochen werden mussten. Der Österreichische Weg konnte sich dabei durchsetzen. 

Eiweißstrategie - Soja Importe bis 2030 zu 50% reduzieren

Während der Ratspräsidentschaft 2018 fand auf Initiative Österreichs eine Europäische Eiweißkonferenz in Wien statt. Sie war der Startschuss für die Erarbeitung einer österreichischen Eiweißstrategie, um die Entwicklungsmöglichkeiten von Eiweißpflanzen zu forcieren.

Denn der heimische, regionale Anbau von Eiweißpflanzen hat viele positive Aspekte:

  • trägt zur Ernährungssicherung bei
  • schützt das Klima
  • verringert den Importbedarf

Die österreichische Eigenversorgung mit pflanzlichem Eiweiß für die Fütterung liegt mit dem wertvollen Grünland bei über 80 Prozent. Vor allem bei der Fütterung von Wiederkäuern ist Österreich knapp an der Selbstversorgung. Dennoch ist Österreich von Importen abhängig - rund 500.000 Tonnen Sojabohnen und Sojaschrot pro Jahr.

Im Sojaanbau ist Österreich allerdings auf der Überholspur: Seit 2010 wurde die Anbaufläche mehr als verdoppelt – heuer bereits mehr als 75.000 Hektar:

  • Erfreulich ist auch der hohe Bioanteil von fast 40 Prozent
  • 2019 und 2020 betrug die Erntemenge mehr als 200.000 Tonnen Sojabohnen
  • In Österreich ist der Anbau zur Gänze gentechnikfrei

Zentrale Ergebnisse der Eiweißstrategie und des Gipfels zur Eiweißversorgung in Österreich:

  1. Steigerung der Anbaufläche in Österreich:

Ziel ist eine deutliche Reduktion der Sojaimporte um zumindest 50 Prozent bis zum Jahr 2030! Damit steigt die Eigenversorgung mit pflanzlichem Eiweiß für die Tierfütterung in Österreich auf über 90 Prozent.

  • Forcierung des Anbaus von heimischen Eiweißfuttermitteln und verstärkte Beratung der Betriebe.
  • Fortsetzung der erfolgreichen Züchtungsstrategien und weitere Verbesserung bzw. Erhöhung des Ertragspotentials.
  • Umfangreiche Unterstützung über verschiedene Maßnahmen im Rahmen des GAP-Strategieplans
  1. Eiweißreduktion in der Fütterung

Wenn es gelingt weniger Eiweiß in der Fütterung einzusetzen, so bedeutet das weniger Sojabedarf, weniger Stickstoff im Wirtschaftsdünger, weniger Belastung des Grundwassers, weniger Ammoniak-Emissionen und damit auch erheblich weniger Geruch.

  • ÖPUL-Maßnahme: Prämien-Option zur Anwendung einer stark eiweißreduzierten Fütterung.
  • Forschungsschwerpunkt zur bedarfsgerechten und optimierten Eiweißfütterung.
  1. Aufbau der Absatzmärkte und Weiterentwicklung des AMA-Gütesiegels:

Aufbau von Absatzmärkten und dauerhafte Abgeltung der Mehrkosten für europäisches Eiweiß durch die Marktteilnehmer bzw. Konsumentinnen und Konsumenten.

  • Beim AMA-Gütesiegel sollen die Bereiche mehr Tierwohl und nachhaltige europäische Eiweiß-Futtermittel miteinander verknüpft werden.
  • Begleitend werden Maßnahmen gesetzt, um den Absatz dieser Produkte zu steigern.
  • Schweinehaltende Betriebe, die bereits erhöhte Tierwohlanforderungen umsetzen, sollen zukünftig auch eine optionale Unterstützung erhalten, wenn sie ausschließlich nachhaltige europäische Eiweiß-Futtermittel verwenden.
Abschlussbericht hier downloaden!Weitere Informationen hier!

Grüner Bericht 2021

Jedes Jahr erarbeitet das Landwirtschaftsministerium den „Grünen Bericht“, der einen Überblick über die Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft gibt. Jetzt liegen die Ergebnisse für das Jahr 2020 vor. Während die Einkommensentwicklung stagniert, war die Agrar-Außenhandelsbilanz nahezu ausgeglichen. Alle Details hier

Grüner Bericht 2021

Grüner Bericht

EU-Green Deal bedroht kleinstrukturierte Landwirtschaft

Die Europäische Union hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu werden. Um das zu erreichen, müssen im Rahmen des „Green Deal“ alle Wirtschafts- und Lebensbereiche einen Beitrag leisten. Österreich leistet mit seiner kleinstrukturierten und ressourcenschonenden Landwirtschaft bereits jetzt einen wesentlichen Beitrag. So hat die heimische Landwirtschaft laut Umweltbundesamt zum vierten Mal in Folge ihren Ausstoß an Treibhausgasen reduziert. Insgesamt ist dieser von 1990 bis 2019 um 14,3 Prozent gesunken.

Eine Folgenabschätzung der Forschungsstelle der Europäischen Kommission zeigt nun, dass die Auswirkungen des Green Deals eine Bedrohung für die europäische Landwirtschaft darstellen. Vor allem die österreichischen, kleinstrukturierten Familienbetriebe sind massiv von den Folgen bedroht. Für Bundesministerin Elisabeth Köstinger steht deshalb fest: „Wenn wir unsere Produktion zwar klimafreundlicher gestalten, aber gleichzeitig das Bauernsterben forcieren und klimaschädliche Produkte aus dem EU-Ausland importieren, schießen wir am Ziel vorbei. Die EU Kommission ist gefordert, die Ergebnisse ihrer eigenen Folgenabschätzung ernst zu nehmen.“

Preissteigerung und Einkommensrückgang

Neben den positiven Auswirkungen, wie noch höheren Umweltleistungen in Europa, würde die Umsetzung des Kommissions-Vorschlags zum Green Deal für die Landwirtschaft zu einer Produktionsreduktion in Europa führen. Das würde sich wiederum negativ auf die Preis- und Einkommensentwicklung auswirken: Während zahlreiche Produkte teurer werden würden, würden in vielen Bereichen die bäuerlichen Einkommen sinken.

Aufgrund einer sinkenden europäischen Produktion wäre zeitgleich mit einem höheren Lebensmittel-Import aus dem EU-Ausland zu rechnen. Das würde bedeuten, dass klimaschädliche Emissionen in das EU-Ausland ausgelagert werden würden. Rund 70 Prozent der reduzierten Emissionen wären damit mit Emissionssteigerungen im EU-Ausland verbunden.

©  BMLRT/Paul Gruber

EU Green Deal bedroht Landwirtschaft

Green Deal

EU-Green Deal bedroht kleinstrukturierte Landwirtschaft

Die Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat still und leise die Folgenabschätzung des Green Deals für die Landwirtschaft in Europa präsentiert. Die Ergebnisse sind besorgniserregend. Die Auswirkungen des Green Deals stellen eine Bedrohung für die europäische Landwirtschaft dar.