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Auf Antrag von Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat der Ministerrat das neue Waldfondsgesetz beschlossen. Es ist die Basis für die Umsetzung des 350 Millionen Euro Unterstützungspakets für die Forstwirtschaft. Das Paket soll noch vor dem Sommer im Nationalrat beschlossen werden und enthält 10 Maßnahmen: 

  1. Wiederaufforstung und Pflegemaßnahmen nach Schadereignissen
    Es erfolgt eine Förderung pro Forstpflanze, um rasche Wiederaufforstung zur nachhaltigen Sicherstellung der Waldfunktionen zu unterstützen.

  2. Entwicklung klimafitter Wälder – Waldpflege
    Maßnahmen zur Regulierung der Baumartenzusammensetzung, um vitale und widerstandsfähige Wälder zu erhalten und zukünftige Schäden zu vermeiden.

  3. Abgeltung von durch den Klimawandel verursachte Borkenkäferschäden
    Abgeltung eines Teils des eingetretenen Wertverlusts (Holzentwertung auf Schadflächen), wenn Forstschutzmaßnahmen umgesetzt wurden.

  4. Errichtung von Lagerstätten für Schadholz
    Errichtung von Nass- und Trockenlagern, um das Schadholz rasch aus dem Wald abführen zu können.

  5. Mechanische Entrindung als Forstschutzmaßnahme
    Mit speziellen Entrindungsvorrichtungen auf Holzerntemaschinen oder stationären Anlagen lässt sich die schädliche Vermehrung von rindenbrütenden Insekten eindämmen. Abgeltung des Mehraufwandes bei Verwendung von mechanischen Entrindungseinrichtungen.

  6. Maßnahmen zur Waldbrandprävention
    Maßnahmenbündel zur Vorbeugung von Waldbränden.

  7. Forschungsschwerpunkt und Forschungsanlage zur Herstellung von Holzgas und Biotreibstoffen
    Forschungsschwerpunkt und Errichtung einer Forschungsanlage zur Erzeugung von Holzgas und Treibstoffen aus Holz.

  8. Forschungsschwerpunkt „Klimafitte Wälder“
    Praxisorientierte angewandte Forschungsprojekte zur Unterstützung widerstandsfähiger Wälder.

  9. Holzbauoffensive
    Maßnahmenbündel zur vermehrten Verwendung von Holz als Baustoff zur Substitution von CO2-intensiven Baustoffen und Speicherung von CO2 in Holzbauten sowie Schwerpunkte im Bereich der Holzbauforschung

  10. Stärkung, Erhalt und Förderung der Biodiversität im Wald
    Stärkung der Biodiversität u.a. durch Ausbau des Naturwaldreservatenetzes, Schaffung von Trittsteinbiotopen und sonstigen Maßnahmen für erhaltungswürdige Waldelemente.

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Landwirtschaft

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Ministerrat beschließt neues Waldfondsgesetz

COVID-19 Investitionsprämie für Land- und Forstwirtschaft

Um Land- und Forstwirte bei Investitionen in ihren Betrieb zu unterstützen, hat die Bundesregierung eine COVID-19-Investitionsprämie bereitgestellt. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren, steuerfreien Zuschüssen für Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen. Die Prämie kann grundsätzlich zusätzlich zu bestehenden Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden, solange die geltenden EU Förderobergrenzen im Agrarbereich nicht überschritten werden.

  • Die Antragstellung ist zwischen dem 01.09.2020 und 28.02.2021 über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) möglich. Hotline für Fragen: +43 (1) 501 75-400 (Montag–Freitag: 08.00–18.00 Uhr und Samstag: 08.00–15.00 Uhr)

  • Der Investitionsbeginn muss vor dem 01.06.2021 liegen; 

  • Inbetriebnahme und Zahlung (Investitionsdurchführungszeitraum) müssen bei einem Investitionsvolumen von weniger als EUR 20 Mio. bis längstens 28. Februar 2023, bei einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 20 Mio. bis längstens 28. Februar 2025 erfolgen.

  • Die Unter- und Obergrenzen des Investitionsvolumens liegen zwischen 5.000 und 50 Mio. Euro ohne USt pro Betrieb.

  • Die Höhe des Zuschusses liegt bei 7 % der förderfähigen Investitionen – etwa Bau einer neuen Halle oder Ankauf von Zuchttieren. Ausgenommen sind allerdings:
    • Klimaschädliche Investitionen; darunter fallen u.a. Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und Anlagen, die fossile Energieträger nutzen. Traktoren ab Abgasnormstufe 5 sind hingegen förderfähig.
    • Investitionen, bei denen vor dem 01.08.2020 oder nach dem 28.02.2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden (Planungsleistungen, Einholung von behördlichen Genehmigungen oder Finanzierungsgespräche zählen hingegen NICHT als erste Maßnahme)
    • Aktivierte Eigenleistungen
    • Leasingfinanzierte Investitionen, es sei denn, diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert.
    • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten).
    • Der Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen und Grundstücken.
    • Der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind.
    • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten.
    • Finanzanlagen
    • Umsatzsteuer (außer es besteht keine Vorsteuerabzugsberechtigung).
  • Für Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit erhöht sich der Zuschuss auf 14%.

1. Ökologisierung

  • Wärmepumpen
  • Biomasse Einzelanlagen und Mikronetze
  • Anschluss an Nah-/Fernwärme
  • Thermische Solaranlagen inkl. Großanlagen
  • Thermische Gebäudesanierung
  • Energiesparen in Betrieben
  • Klimatisierung und Kühlung
  • Abwärmeauskopplung
  • Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger
  • Innovative Nahwärmenetze
  • Stromproduzierende Anlagen in Insellagen
  • Biomasse Kraft-Wärme-Kopplung und Holzgaserzeugung zur Eigenversorgung
  • Energetische Nutzung biogener Roh- und Reststoffe
  • Herstellung biogener Brenn- und Treibstoffe
  • Erneuerbarer Wasserstoff und erneuerbare Gase
  • Investition zur Luftreinhaltung
  • Kreislaufwirtschaft - Rohstoffmanagement
  • Umweltschonende Bewirtschaftung gefährlicher Abfälle
  • Kreislaufwirtschaft – Abfälle
  • Photovoltaikanlagen und Stromspeicher
  • Ökostromanlagen
  • Forcierung der Elektromobilität
  • Weitere alternative, fossil-freie Antriebe
  • Radverkehr und Mobilitätsmanagement
  • Investitionen zum primären Zwecke der Wassereinsparung
  • Investitionen zum primären Zwecke des Schutzes der Biodiversität

2. Digitalisierung

  • Hardware
  • Neuanschaffung von Software
  • Infrastruktur exklusive bauliche Maßnahmen

3. Gesundheits- und /LifeScience-Investitionen

  • Investitionen in Anlagen zur Entwicklung und Produktion von pharmazeutischen Produkten für den human- und veterinärmedizinischen Bereich.
  • Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Produkten, die in Pandemien von strategischer Bedeutung sind


Kombination mit anderen Förderungen:

Die COVID-19 Investitionsprämie ist grundsätzlich mit anderen Fördermaßnahmen kombinierbar, insbesondere auch mit:

  • Investitionsförderungen aus dem Programm LE 14 – 20
  • Agrarinvestitionskrediten (AIK)
  • Umweltförderungen
  • AWS-Überbrückungsgarantien
  • Fixkostenzuschüsse

Die Innovation Farm beschäftigt sich an 3 Standorten und in 20 Pilot- und Demonstrationsbetrieben in ganz Österreich mit neuen Technologien, Trends und Entwicklungen und macht diese für die Landwirtschaft sichtbar, greifbar und vor allem anwendbar.  In Zukunft können sich Interessierte auch vor Ort ein Bild der neuen Technologien aus den Bereichen Ackerbau, Grünland und Innenwirtschaft machen.

Innovation Farm

Jetzt neue Technologien entdecken!
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Die Agrarminister der EU-Staaten haben sich auf eine Reform der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ (GAP) für die Jahre 2021-2027 geeinigt. In Summe geht es um Hunderte Milliarden Euro - und damit um den größten Posten im EU-Budget. Für viele Landwirte sind die Direktzahlungen enorm wichtig. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat sich erfolgreich für unseren „Österreichischen Weg“ stark gemacht. Nähere Informationen zur GAP-Reform stehen hier zur Verfügung.

Einigung auf GAP-Reform

GAP-Reform Einigung

Pakt für mehr Tierwohl

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat gemeinsam mit dem Dachverband der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ), den einzelnen Verbänden wie auch mit Vertretern der Bundesländer und der Landwirtschaftskammer Anreize erarbeitet, um unsere Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, in noch mehr Tierwohl zu investieren.

Der Pakt enthält 6 Schwerpunkte (weitere Informationen stehen auf www.bmlrt.gv.at zur Verfügung):

1. 120 Mio. Euro Förderung für Investition in tiergerechte Haltungssysteme

  • Neue Förderstandards für Ferkelaufzucht und Schweinemast bzw. Rinderhaltung.
  • Ab 2021 Erhöhung des Fördersatzes für Investitionen in besonders tierfreundliche Haltungen bei Schwein und Pute von 25% auf 35% der Investitionskosten.
  • Ab 2021 keine Förderung für den Neubau von Anbindeställen (ausgenommen Kleinstbetriebe).
  • Ab 2022 keine Förderung mehr für den Neubau von Ställen, die nur gesetzliche Mindeststandards erfüllen – z.B. Ställe, die ausschließlich Vollspaltenböden in der Schweinehaltung verwenden.

2. Unterstützung bei laufendem Aufwand für mehr Tierwohl

  • „Tierwohl-Weidehaltung“: Bäuerinnen und Bauern werden unterstützt, wenn sie Weidehaltung für Rindern, Schafen, Pferden etc. als tier- und umweltgerechtes Haltungssystem anbieten.
  • „Tierwohl-Stallhaltung“ in der Rindermast fördert mehr Platz und eine eingestreute, weiche Liegefläche für männliche Mastrinder.
  • „Tierwohl-Stallhaltung“ für Schweine fördert mehr Platz und eingestreute Liegeflächen. Für Betriebe, die unkupierte Schweine halten, wird es einen Zuschlag geben.

3. Reduktion von Kälbertransporten – österreichische Kalbsfleischstrategie umsetzen

  • Aufnahme der Qualitätsstandards „Vollmilchkalb“ und „Kalb rosé“ ins AMA-Gütesiegel, darauf aufbauend Absatzförderung und Vermarktungsstrategien.
  • Ausweitung der bestehenden Förderung für die Erzeugung von Qualitätsrindfleisch (Q-plus Rind) auf die Kälbermast.
  • Das Förderprogramm „Tierwohl Stallhaltung“, wird auf Kälber ausgedehnt (ab 2023).

4. Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik hin zu mehr Tierwohl 

  • Weiterentwicklung der Maßnahmen „Tierwohl-Weidehaltung“, „Tierwohl-Stallhaltung“ und in den Programmen zur biologischen Landwirtschaft.
  • Ausweitung des Programms „Tierwohl-Stallhaltung“ auf Kälber.

5. Aufbau Österreichischer Tiergesundheitsdienst

  • Programme zur Umsetzung von Tierwohlvorgaben (z.B. Verzicht auf Schwanzkupieren bei Ferkeln).
  • Einheitliche Tiergesundheitsprogramme (z.B. Reduktion von Medikamenten).
  • Unterstützung der Tierhalter bei der Umsetzung veterinärrechtlicher Vorgaben.

6. Rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Tierhaltungspraxis

  • Aktuelles Projekt: Möglichkeiten des Umbaus von Schweinehaltungen mit gesetzlichem Haltungsstandard hin zu einem gehobenen Standard, wie zukünftig für die Investitionsförderung vorgesehen. Umsetzung und Prüfung in Praxisbetrieben.
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Der Waldfonds

Das Zukunftspaket für unsere Wälder

Fördermöglichkeiten entdecken!

Mit dem Waldfonds hat die Bundesregierung ein großes Zukunftspaket für unsere Wälder geschnürt - 350 Millionen Euro für 10 Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier.

Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Österreichs Landwirtschaft gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. Darum setzt das Landwirtschaftsministerium mit dem „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ eine wirksame Maßnahme zu Unterstützung unserer Bäuerinnen und Bauern um. Das Gesamtvolumen des Verlustersatzes für die Landwirtschaft beträgt 60 Mio. Euro. Die Beantragung für die Schweine- und Weinbranche ist seit 15. Februar bei der AMA möglich. Anträge für die Kartoffelbranche (Speise- und Saatkartoffel) können ab 8. März 2021 eingebracht werden.

Antragsstart Verlustersatz

Antragsstart Verlustersatz

Weitere Corona-Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft

Parallel zum neuen Verlustersatz hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmen und Unterstützungspaket für die heimische Landwirtschaft umgesetzt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise bestmöglich abzufedern. Dazu gehören u.a.:

  • Entlastungs- und Investitionspaket für Land- und Forstwirtschaft
  • Neue Pauschalierungsverordnung - Entlastung für LUF-Betriebe
  • Härtefallfonds für Land- und Forstwirtschaft
  • Investitionsprämie 
  • Fixkostenzuschuss I/II und Verlustersatz
  • Familienhärtefonds für landwirtschaftliche Betriebe
  • Steuererleichterungen für Buschen-, Almausschankbetriebe und für Beherbergung
  • Fristverlängerung für Investitionsförderung und Existenzgründungsbeihilfe

Unterstützungs-maßnahmen für die Landwirtschaft

Unterstützungsmaßnahmen

Das Landwirtschaftsministerium setzt einen Verlustersatz in der Höhe von 60 Mio. Euro um. Dabei handel es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, mit dem Einkunftsverluste aufgrund Corona-bedingter Einnahmeausfälle teilweise ersetzt werden.

Die Betriebe und Betriebszweige in der der Landwirtschaft sind unterschiedlich hart vom Einbruch ihrer Absatzmöglichkeiten betroffen. Der Verlust wird daher für die Betriebszweige einzeln pauschal berechnet. Übersteigt der pauschal errechnete Verlust eine bestimmte Höhe, werden 70% des errechneten Verlustes als Förderung gewährt.

Voraussetzungen für die Unterstützung:

  • Landwirtschaftlicher Betrieb, der im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten hat.
  • Ein Verlust von zumindest 30% des Deckungsbeitrags ist Voraussetzung für die Förderung (für die Weinwirtschaft gibt es ein eigenes Berechnungsmodell).
  • Die beihilfenrechtliche Grenze der EU liegt bei maximal bis zu 100.000 Euro für jeden landwirtschaftlichen Primärproduzenten.

Die Abwicklung erfolgt über Beantragung ab 15. Februar 2021 bei der Agrarmarkt Austria (AMA).

Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger und Landesrat Josef Schwaiger beim Runden Tisch zum Thema Tierwohl
Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger und Landesrat Josef Schwaiger beim Runden Tisch zum Thema Tierwohl

Österreich gehört zu den Ländern mit den höchsten Tierwohl- und Lebensmittelstandards. Um unsere Vorreiterrolle beim Tierwohl weiter auszubauen und unsere Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger zu einem runden Tisch geladen und mit Branchen-Vertretern den Pakt für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft beschlossen.

Corona-Unterstützungsmaßnahmen für die Landwirtschaft

Investitionsförderung und Existenzgründungsbeihilfe

Es wurden besondere Regelungen zu Fristen betreffend Projektförderungen im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung und des Europäischen Meeres- und Fischereifonds erlassen bzw. verlängert. Diese Regelungen gelten bis 30. Juni 2021.

Antrag und Informationen:

Familienhärtefallfonds für landwirtschaftliche Betriebe 

Seit 15. April 2020 kann eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragt werden. Mit 1. Jänner 2021 wurde der förderbare Personenkreis erweitert. Nun sind alle natürlichen Personen im Sinne des Härtefallfondsgesetz § 1 Abs. 1 erfasst. Die Antragstellung steht daher jetzt auch Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe offen, sofern sie eine Förderzusage aus dem Härtefallfonds Land- und Forstwirtschaft von der Agrarmarkt Austria (AMA) haben.

Antrag und Informationen:

Steuererleichterungen für Buschen-, Almausschankbetriebe und für Beherbergung 

Die Senkung der Umsatzsteuer auf 5% wurde bis 31. Dezember 2021 verlängert. Berücksichtigt von der Senkung sind aller Speisen und Getränke, wenn eine Gewerbeberechtigung nach der Gewerbeordnung vorliegt sowie Tätigkeiten, die der Art nach der gewerblichen Gastronomie entsprechen. Umfasst sind daher etwa auch Buschenschanken. Auch Tätigkeiten, für die nach der Gewerbeordnung kein Befähigungsnachweis erforderlich ist (z.B. Schutzhütten), sind von dieser Regelung erfasst.

Antrag und Informationen:

Ausfallsbonus

Die entsprechende Richtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald konkrete Informationen zur Verfügung stehen, stellen wir diese hier zur Verfügung.

Fixkostenzuschuss I/II und Verlustersatz 

Fixkostenzuschuss I

  • Voraussetzungen für die Unterstützung:
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich.
  • Das Unternehmen übt eine operative Tätigkeit in Österreich aus, die zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbständige Arbeit oder Gewerbebetrieb führt.
  • Das Unternehmen erleidet einen durch die Ausbreitung von COVID-19 verursachten Umsatzausfall.
  • Das Unternehmen muss zumutbare Maßnahmen gesetzt haben, um die durch den Fixkostenzuschuss zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht mittels ex ante Betrachtung).

Fixkostenzuschuss II

  • Abgegolten werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentganges, im Gegenzug werden bereits erhaltene Hilfen wie 100 Prozent-Garantien abgezogen.
  • Unternehmen können ab sofort den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30% gefallen ist. Je Periode können pro Unternehmen maximal 800.000 Euro Förderung fließen.
  • Der Fixkostenzuschuss von 800.000 Euro kann für einen mehr als dreimal so langen Zeitraum wie der Fixkostenzuschuss I, nämlich max. 9,5 statt 3 Monate beantragt werden.
  • Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater einen Antrag stellen.

Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich.

  • Der prozentuelle Fixkostenzuschuss entspricht dem prozentuellen Umsatzausfall.
  • Wenn beispielsweise 60% vom Umsatz ausfallen, so werden auch 60% der Fixkosten ersetzt.
  • Der Umsatzausfall muss mindestens 30% betragen.
  • Die maximale Höhe ist pro Unternehmen mit 800.000 Euro begrenzt.
  • Bei Unternehmen der Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse beläuft sich der Höchstbetrag auf 100.000 Euro, für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors auf 120.000 Euro.

Antrag und Informationen:

Härtefallfonds für die Land- und Forstwirtschaft

  • Unterstützungen können für insgesamt 12 Monate beantragt werden.
  • Der Betrachtungszeitraum wird von sechs auf zwölf Monate erweitert.
  • Bei coronabedingtem Umsatzeinbruch können Bewirtschafter somit zukünftig bis zu 30.000 Euro insgesamt erhalten (darin enthalten bis zu 6.000 Euro Comeback-Bonus); die Mindestauszahlung beträgt weiterhin pro Monat (inklusive Aufstockung bei Minimalbeträgen und Comeback-Bonus) 1.000 Euro.
  • Comeback-Bonus
    Der Comeback-Bonus beträgt 500 Euro pro Monat. Dieser gilt für alle Betriebe und Unternehmen, die in Phase 2 anspruchsberechtigt sind. Bei bereits abgeschlossenen Ansuchen erfolgt diese zusätzliche Auszahlung automatisch. Bei Nebeneinkünften und Versicherungsleistungen ab 2.000 Euro steht der Comeback-Bonus nicht zu.

Welche Betriebszweige werden unterstützt?

  • Wein- und Mostbuschenschankbetriebe
  • Spezialkulturen im Wein-, Obst-, Garten- und Gemüsebau sowie Christbaumkulturen (hinsichtlich Fremdarbeitskosten)
  • Landwirtschaftliche Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen vermieten (Urlaub am Bauernhof)
  • Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte direkt, an die Gastronomie, Schulen und die Gemeinschaftsverpflegung sowie gärtnerische Produkte direkt und an den Groß- und Einzelhandel vermarkten
  • Betriebe, die agrar- und waldpädagogische Aktivitäten anbieten (z.B. Schule am Bauernhof, Seminarbäuerinnen)
  • Betriebe, die auf Basis von Verträgen Sägerundholz erzeugen, dieses aber nicht mehr abgeholt werden kann.
  • Jungunternehmer
    Die pauschale Förderung von Jungunternehmern gilt nun auch für Jungunternehmer, die einen neuen Wirtschaftszweig seit 2019 führen, konkret heißt das, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres noch nicht im neuen Wirtschaftszweig tätig waren.

Antrag und Informationen: 

Neue Pauschalierungsverordnung - Entlastung für LUF-Betriebe 

Die Pauschalierungsverordnung, die rückwirkend mit 1. Jänner 2021 in Kraft tritt, ist ein wesentlicher Teil der Verwaltungsvereinfachungen und Entlastung für die Bäuerinnen und Bauern.

Die Einnahmengrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten wird von 33.000 Euro auf 40.000 Euro inklusive Umsatzsteuer angehoben.

Durch die Anhebung profitieren unter anderem land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung, Almausschank oder Kommunaldienstleistungen wie Schneeräumen im Winter.

Die Pauschalierungsgrenzen in der Land- und Forstwirtschaft werden bei gleichzeitiger Beibehaltung der Obergrenze für die Vollpauschalierung von 75.000 Euro Einheitswert angepasst.

Es werden die Vollpauschalierungsgrenzen für: 10 Hektar Intensivobstanlagen zur Produktion von Tafelobst, 120 tatsächlich erzeugte und gehaltene Vieheinheiten und 60 Hektar bewirtschaftete reduzierte landwirtschaftlich genutzte Fläche gestrichen sowie die Vollpauschalierungsgrenze für die Forstwirtschaft (Forst(Teil)Einheitswert) von 11.000 Euro auf 15.000 Euro angehoben. Zudem werden die pauschalen Betriebsausgaben bei Kalamitätsnutzung von Schadholz erhöht

Antrag und Informationen:

Entlastungs- und Investitionspaket für die Land- und Forstwirtschaft

Ein Maßnahmenpaket in der Höhe von 400 Mio. Euro enthält weitere Entlastungen:

  • Angleichung der Krankenversicherungs-Mindestbeitragsgrundlage
  • Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13% auf 10%
  •  Erhöhung der PV-Beitragsgrundlage für im eigenen Betrieb beschäftige Kinder bis zum 27. Lebensjahr
  •  Streichung des Solidaritätsbeitrages der Pensionisten auf alle Pensionen in Höhe von 0,5%
  • Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsmaßnahme (= Gewinnglättung) zur besseren Absicherung der Landwirte gegen Preis- und Ertragsschwankungen
  • Streichung der Einheitswertgrenze und Anhebung der Umsatzgrenze für die Buchführungspflicht
  • Erhöhte Übertragungsmöglichkeit stiller Reserven bei Kalamitätseinkünften

Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft

Durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie sind auch mache landwirtschaftliche Sektoren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Betriebe, die relevante Teile ihrer Produktion in Gastronomie und Hotellerie liefern – und somit von den Schließungen indirekt betroffen sind –, haben mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen. Für sie gibt es die Möglichkeit des Verlustersatzes. Dieser soll die größten Verluste und Einbußen abfedern.

Seit 15. Februar 2021 kann dieser Verlustersatz bereits von betroffenen Betrieben der Schweine- und Weinbranche online beantragt werden. Mit 8. März können nun auch Speise- und Saatkartoffel-Produzentinnen und -Produzenten einen entsprechenden Antrag stellen.

 Für diese Maßnahme werden insgesamt bis zu 60 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Wer kann Verlustersatz beantragen?

  • Landwirtschaftliche Betriebszweige, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben.
  • Als Vergleichszeitraum dienen die gleichen Monate des Vorjahres.
  • Die Verlustermittlung erfolgt auf pauschale Weise auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen.
  • Die Förderobergrenze liegt bei 100.000 Euro für jeden Betriebszweig.
  • Zusätzlich ist eine beihilferechtliche Obergrenze von 225.000 Euro je Landwirt zu beachten.

Berechnungsmodell auf Basis des Deckungsbeitrages – Schweinebranche und Speise- sowie Saatkartoffelproduktion:

  • Rückgang von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags.
  • Dieser wird für den Betriebszweig unter Heranziehung von Berechnungen der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen ermittelt und muss daher für den Betriebszweig pauschal berechenbar sein.
  • Zuschuss in der Höhe von 70 Prozent des pauschal errechneten Verlustes.

Berechnungsmodell auf Basis der Bestandmeldung - Weinwirtschaft:

  • Jahresumsatzrückgang von zumindest 40 Prozent als Einstiegskriterium.
  • Die Ermittlung des Umsatzrückgangs und des betrieblichen Einkunftsverlustes basiert auf dem Vergleich der Verkäufe in den Bestandsmeldungen 2019 und 2021 unter Berücksichtigung von für die Branche festgelegten durchschnittlichen Verkaufspreisen.
  • Für Weinbetriebe wird für die Monate Oktober 2020 bis März 2021 70 Prozent des aliquoten errechneten Rückganges des Jahresumsatzes als Zuschuss gewährt.
Zur Antragstellung bei der Agrarmarkt Austria (AMA)

Entlastung für von Schadholzereignissen extrem betroffene Betriebe 

Ab sofort können bei der Berechnung des forstlichen Einheitswertes auch Schadholzereignisse berücksichtigt werden. Damit reduziert sich der Einheitswert der Betriebe und somit die Berechnungsgrundlage für Steuern und Abgaben.

Senkung des forstlichen  Einheitswerts

Antragsstart Verlustersatz

Entlastung für von Schadholzereignissen extrem betroffene Betriebe

Belastungen durch Schadholzereignisse (Kalamitäten) können nun - sofern sie mindestens 20% des Wirtschaftswaldes betreffen - bei der Berechnung des forstlichen Einheitswertes berücksichtigt werden. Dadurch können betroffene Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer entlastet werden. Durch verringerte Einheitswerte reduziert sich die Berechnungsgrundlage für Steuern- und Abgaben (z. B. Grundsteuer, Sozialversicherung und Kammerumlage). Die Reduktion kann durch Antrag auf Wertfortschreibung bei bestehenden Wertfortschreibungsgrenzen und Vorlage eines Nachweises erfolgen. 

Änderungen im Überblick:

  • Der „Kalamitätsabschlag“ in Höhe von 30 Prozent wird ab Stichtag 01.01.2021 gewährt, wenn mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes von einer Kalamität betroffen sind.
  • Dabei können alle flächigen Kalamitätsschäden im Wirtschaftswald-Hochwald ab dem Jahr 2017 geltend gemacht werden.
  • Verteilt sich die Kalamität auf mehrere kleine Flächen, müssen diese Einzelflächen mindestens 0,3 ha groß sein.
  • Der Abschlag kann auch geltend gemacht werden, wenn die betroffene Fläche bereits verjüngt ist (z.B. Naturverjüngung oder Aufforstung ist vorhanden).

Betriebe mit mehr als 100 Hektar Forstbetriebsfläche

  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits verjüngte bzw. wiederaufgeforstete Flächen im Umfang von mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes vor, werden auf Antrag die Hektarsätze für die betroffenen Baumarten um 30% verringert.
  • Es werden nur jene Flächen berücksichtigt, die eine zusammenhängende Fläche von mindestens 0,3 Hektar aufweisen.
  • Der Abschlag wird nur für jene Baumarten gewährt, die zu mindestens 5% gerechnet von der Gesamtfläche des Wirtschaftswaldes-Hochwaldes geschädigt sind.

Betriebe von 10 bis 100 ha Forstbetriebsfläche

  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits wiederaufgeforstete bzw. bereits verjüngte Holzbodenflächen im Umfang von mindestens 20% des Wirtschaftswald-Hochwaldes vor, werden auf Antrag die Hektarsätze für den gesamten Wirtschaftswald-Hochwald um 30% verringert.
  • Es werden nur jene Flächen berücksichtigt, die eine zusammenhängende Fläche von mindestens 0,3 Hektar aufweisen.

Je nach Größenkategorie gelten folgende Regelungen:

Betriebe mit nicht mehr als 10 ha Waldfläche - „Kleinstbetriebe“

  • Bewertung erfolgt nach regionalen Hektarsätzen.
  • Liegen auf Grund von Schäden durch höhere Gewalt vorübergehend nicht bestockte Holzbodenflächen (Blößen) und/oder bereits verjüngte bzw. wiederaufgeforstete Flächen im Umfang von mindestens 20% auf den mit dem regionalen Hektarsatz bewerteten Flächen vor, sind diese Hektarsätze auf Antrag um 30% zu kürzen. 
  • Dabei sind nur zusammenhängende Flächen von mindestens 0,3 Hektar oder von mehr als 80% der gesamten forstwirtschaftlich genutzten Fläche der wirtschaftlichen Einheit zu berücksichtigen, bei denen das Schadensereignis nicht länger als vier Jahre zurückliegt.
Zur Sonderrichtlinie und Antworten auf häufig gestellte Fragen für die einzelnen Branchen

Weitere Informationen zur Beantragung bei der jeweils zuständigen Bezirkslandwirtschaftskammer.

Expertengipfel Herkunftskennzeichnung

Nicht zuletzt seit der Corona Krise entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst für regionale Produkte. Es ist derzeit aber nicht möglich, zu erkennen, woher die Grundzutaten für verarbeitete Produkte oder in der Gemeinschaftsverpflegung kommen. Dem kann eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für diese Bereiche  Abhilfe schaffen. Ein Expertengipfel zu diesem Thema zeigte deutlich, dass der Rechtsrahmen ausgeschöpft werden kann.

Herkunfts-kennzeichnung

Antragsstart Verlustersatz

Expertengipfel zur Herkunftskennzeichnung: 
Landwirtschaft für Ausschöpfung des Rechtsrahmens

Die Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden sich seit der Corona-Krise noch bewusster für heimische Produkte. Um sie dabei zu unterstützen, braucht es bei Verarbeitungsprodukten und in der Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, da täglich immerhin rund 2,5 Millionen Menschen verköstigt werden. Im Regierungsprogramm ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung (öffentlich und privat) und in verarbeiteten Lebensmitteln ab 2021 festgeschrieben.

Bei einem Gipfelgespräch auf Einladung der Landwirtschaftskammer Österreich mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger, dem Gesundheitsministerium, SpitzenvertreternInnen der Landwirtschaft und RechtsexpertInnen wurde nun der erste Verordnungsentwurf diskutiert.

Dieser geht den Vertretern der Landwirtschaft nicht weit genug, denn die verpflichtende Herkunftskennzeichnung soll auch bei verarbeiteten Produkten umgesetzt werden und mehr Produktgruppen Milch, Fleisch und Eiern umfassen. Dabei soll der gesamte rechtliche Rahmen ausgeschöpft werden, war der gemeinsame Tenor der landwirtschaftlichen Vertreter. Der Rechtsrahmen sei zwar eng, eine Ausweitung des Verordnungsentwurfs der Herkunftskennzeichnung aber über eine Notifizierung bei der EU-Kommission unter Berücksichtigung von Qualitätsaspekten möglich, stimmte der Europarechtsexperte Univ.- Prof. Walter Obwexer zu.

©  BMLRT/Christian Lendl

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hält dazu fest: Immer mehr Konsumenten wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Wenn die Kennzeichnung einfach und klar ist, werden mehr Kunden zu regionaler Qualitätsware greifen, statt auf Billigimporte. Darum setzen wir uns für die rasche Umsetzung des Regierungsprogramms ein. Wir stehen weiterhin an der Seite unserer heimischen Bäuerinnen und Bauern.

Mehr Klarheit durch Vereinheitlichung des Landarbeitsgesetzes

In Österreich sind rund 30.000 Landarbeiterinnen und Landarbeiter in den bäuerlichen Betrieben beschäftigt. Die Rechtsgrundlage für ihre Beschäftigung ist das Landarbeitsrecht, das bisher in mehr als 100 Verordnungen zersplittert war. Dies wird nun geändert. Damit ergibt sich nicht nur eine wesentliche Entbürokratisierung, sondern es wird auch mehr Gerechtigkeit für Beschäftigte und Betriebe geschaffen.

  • Künftig können sich Betriebe innerhalb einer Region zusammenschließen und gemeinsam Arbeits- und Fachkräfte beschäftigen. Dadurch soll vor allem in saisongeprägten Branchen eine nachhaltige Beschäftigung über das gesamte Jahr ermöglicht werden. Gleichzeitig können die Arbeiten in den einzelnen Betrieben flexibel aufgeteilt werden.
  • Darüber hinaus schafft die Rechtsvereinfachung auch verbesserte und einheitliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – unter anderem durch den sogenannten „Papamonat“ oder die volle Anrechnung der Elternkarenz auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche. Auch die Teilnahme an Katastropheneinsätzen wird für die Beschäftigten erleichtert.

 Das dafür notwendige Gesetz wurde heute von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Arbeitsminister Martin Kocher dem Ministerrat vorgelegt und beschlossen. Es wird voraussichtlich mit 1. Juli 2021 in Kraft treten.

Mehr Klarheit durch Vereinheitlichung des Landarbeitsgesetzes

In Österreich sind rund 30.000 Landarbeiterinnen und Landarbeiter in den bäuerlichen Betrieben beschäftigt. Mit der Vereinheitlichung des Landarbeitsrechtes ergibt sich neben der Entbürokratisierung auch mehr Gerechtigkeit für Beschäftigte und Betriebe.

Vereinheitlichung 
Landarbeitsgesetz

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