Was ist das Ziel?
Die fachliche, unternehmerische und persönliche Weiterentwicklung ist für den betrieblichen Erfolg junger Landwirtinnen und Landwirte von großer Bedeutung. Praxisnahe Fortbildungs- und Beratungsangebote sind deshalb ein Schwerpunkt des Österreichischen GAP-Strategieplans. Sie sollen dazu beitragen, mit aktuellen Entwicklungen Schritt halten zu können und um sich erfolgreich an Veränderungen (Familie, Betrieb, Markt, Gesellschaft, Klima, Umwelt) und an neue Herausforderungen anpassen zu können.
Wie sieht die Unterstützung aus?
Um die Weiterbildungs- und Beratungsangebote möglichst attraktiv und leistbar zu gestalten, können sie dank der Unterstützungsmaßnahme 78-02 „Wissenstransfer für land- und forstwirtschaftliche Themenfelder“ bundesweit zum Teil kostenlos oder im Falle von aufwändigeren Kursen gegen einen überschaubaren Selbstbehalt in Anspruch genommen werden.
Neben den berufsbegleitenden Kursen für die Ausbildung zur Facharbeiterin beziehungsweise zum Facharbeiter oder zur Meisterin beziehungsweise zum Meister, fallen darunter auch viele weitere Informations-, Fort- und Weiterbildungsangebote die in Präsenz- oder/und digitaler Form angeboten werden. Besonders wirksam zur Vertiefung der Fachkenntnisse und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind modular aufgebaute Lehrgänge und das spezielle Format der Arbeitskreise. Letztere bestehen aus einer Kombination von praxisorientierter Weiterbildung, Erfahrungsaustausch, Fachexkursionen und der Analyse von Erfolgskennzahlen.
Für Junglandwirtinnen und Junglandwirte sind insbesondere auch Angebote im Rahmen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebsberatung zu Förderungsmöglichkeiten, inner- und außerfamiliäre Hofübergabe, rechtlichen Fragen, Diversifizierung sowie präventivpsychosoziale Unterstützung im Bereich Hofnachfolge und Generationenkonflikte relevant.
Beratungsanbieter
Bei konkreten Fragen oder Problemen, bieten die Landwirtschaftskammern und die Bezirksbauernkammern der Länder Beratungen in allen Fachbereichen der Land- und Forstwirtschaft an. Für Junglandwirtinnen und Junglandwirte sind hier besonders Angebote wie die Erstellung eines Betriebskonzepts, die Betriebsplanung und eine allgemeine Beratung für den Ersteinstieg in die Landwirtschaft oder in Diversifizierungsmaßnahmen interessant. Beachte, dass der Umfang an Beratungsangeboten je Bundesland unterschiedlich ausfällt.
Die Beratungsstelle „Lebensqualität Bauernhof“ ist eine Initiative des Ländlichen Fortbildungsinstituts (LFI) und richtet sich insbesondere an bäuerliche Familien in schwierigen Lebenssituationen. Mit dem bäuerlichen Sorgentelefon wird österreichweite, anonyme und vertrauliche Hilfe angeboten, etwa auch bei Themen wie Generationskonflikten und Schwierigkeiten bei der Hofübergabe. Neben dem Sorgentelefon gibt es auch ein Bildungsangebot rund um Konfliktlösung und psychosoziale Themen aus dem bäuerlichen Lebens- und Arbeitsalltag.
Für die Bio-Betriebe bietet der Verband BIO AUSTRIA ein umfangreiches Beratungs- und Bildungsprogramm an. Diverse Kurse in den Bundesländern, individuelle Beratungsangebote und Fachinformationen rund um Biodiversität, Pflanzenbau, Tierhaltung, Direktvermarktung und Co. werden zur Verfügung gestellt.
Weiterbildungsanbieter
Das ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) ist mit jährlich 14.000 Kursen das größte ländliche Fortbildungsinstitut für Erwachsenenbildung in Österreich. Interessant für junge Hofübernehmerinnen und- übernehmer sind zum Beispiel Kurse oder Seminare rund um Hofübergabe/Hofübernahme, Einführungskurse rund um biologische Landwirtschaft oder Kurse zur Erarbeitung des Betriebskonzeptes (eine Voraussetzung für die Basiszahlung der Niederlassungsprämie). Das LFI stellt auch eine Bildungs- und Beratungslandkarte zur Verfügung.
Die Landjungend Akademie der Landjugend Österreich widmet sich der Koordinierung von Aus- und Weiterbildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im ländlichen Raum.
Weitere Weiterbildungsanbieter:
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