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Das leisten bewirtschaftete Almen

Das Icon zeigt einen Stapel Münzen und einen Wanderschuh

Erholung und Wertschöpfung

Egal ob für Gäste oder Einheimische – Almen sind auch wichtige Erholungs- und Freizeiträume.  Als attraktive Kulturlandschaften sind sie zu einem wichtigen Aushängeschild des heimischen Tourismus geworden. Sie tragen direkt und indirekt zur Wertschöpfung in den Regionen bei und sichern dabei auch zahlreiche Arbeitsplätze.

Das Icon zeigt eine Milchkanne und ein Stück Käse

Hochwertige Lebensmittel

Die wertvollen Kräuter und das frische Quellwasser wirken sich positiv auf die Gesundheit der aufgetriebenen Tiere und somit auch auf die Qualität der Almprodukte aus: Milch und Fleisch von der Alm enthalten nachweislich mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Aufgrund der besonderen Qualität gelten Almerzeugnisse als Premiumprodukte.

Das Icon zeigt eine Blume und einen Schmetterling

Ein Mehr an Artenvielfalt

Mit ihren Blumenwiesen und Landschaftselementen sind Almen ökologisch besonders wertvoll. Sie geben seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Arnika, Enzian, Apollofalter und Alpensalamander eine Heimat. Je größer die Artenvielfalt, desto besser greifen die Zahnräder des Ökosystems ineinander.

Das Icon zeigt einen Berg und eine Lawine

Schutz vor Naturgefahren

Almflächen verringern Gefahren durch Bodenerosion, Muren und Lawinen. Im Winter sind es die kurzen, robusten Grashalme, die im Gegensatz zu den langen Halmen und biegsamen Zwergsträuchern unbewirtschafteter Flächen für eine höhere Oberflächenreibung sorgen und so Schneemassen besser halten können.

Am Laufenden bleiben

Tierweide, Sehnsuchtsort, Arbeitsplatz und Lebensraum – Österreichs Almen sind vieles, aber vor allem sind sie das Ergebnis jahrhundertelanger harter bäuerlicher Arbeit.

Die Erhaltung dieser wertvollen Kulturlandschaft ist dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Regionen und Wasserwirtschaft ein zentrales Anliegen. Was es dafür braucht? Wissen rund um die Bedeutung der Almwirtschaft, zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen für die Almbewirtschafterinnen und Almbewirtschafter sowie zukunftsträchtige Konzepte, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen und etwaigen Nutzungskonflikten vorzubeugen.

Almwirtschaft im Fokus

Insgesamt gingen die landwirtschaftlich genutzten Flächen von 2000 bis 2025 um 14 % zurück. Waren im Jahr 2000 37 % des Dauergrünlands Almfutterflächen, so waren es im Jahr 2025 27 %. Das Verhältnis Acker und Dauergrünland hat sich im selben Zeitraum umgedreht. Der Anteil an Obst-, Wein- und sonstigen Flächen ist mit rund 2 % annährend gleichgeblieben.

Die Grafik veranschaulicht das in nebenstehendem Erklärtext beschriebene Verhältnis landwirtschaftlich genutzter Flächen. Insgesamt verringerten sich die landwirtschaftlich genutzten Flächen im Vergleichszeitraum um 14 %. Im Jahr 2025 waren 46 % Dauergrünland, 52 % Ackerfläche und 2 % Obst-, Wein- und sonstige Flächen.

2025 wurde eine Fläche von 2.557.083 ha landwirtschaftlich genutzt – eine Fläche so groß wie die Steiermark und Kärnten gemeinsam. Davon waren 322.446 ha Almfutterflächen. Während sich mit 54 % der Großteil aller landwirtschaftlich genutzten Flächen in Nieder- und Oberösterreich befindet, sind 59 % der Almfutterflächen in Tirol und Salzburg.

Die Grafik zeigt die im Erklärtext beschriebene Aufteilung der landwirtschaftlich genutzten Flächen und der Almfutterflächen auf die Bundesländer.

Die Anzahl der Almen ging von 2000 bis 2025 um 13 % zurück. Während im Jahr 2000 rund 47 % der Almen behirtet waren, waren es 2025 rund 58 %. Die Zunahme der Behirtung geht – wie die Grafik zeigt – auch aus den absoluten Zahlen hervor.

Die Grafik zeigt, dass die Anzahl der Almen von 2000 bis 2025 um 13 % abgenommen hat, die Anzahl der Almen mit Behirtung im gleichen Zeitraum aber um 9 % gestiegen ist.

Insgesamt wurden 2025 um 8 % weniger Großvieheinheiten (GVE) gealpt als im Jahr 2000. Wenngleich der Anteil an Schafen und Ziegen steigt, sind Rinder immer noch am häufigsten auf Österreichs Almen zu finden. Im Jahr 2000 wurden 15 % aller österreichischen Rinder gealpt, 2025 waren es 17 %.

Die Grafik zeigt die im Erklärtext beschriebene Entwicklung der gealpten Tiere in Österreich: 2025 wurden 250.973 Rinder (ohne Milchkühe) gealpt und damit um 4 % weniger als im Jahr 2000. 2025 wurden 50.037 Milchkühe gealpt und damit um 15 % weniger als im Jahr 2000. 2025 wurden 102.950 Schafe gealpt und damit um 7 % mehr als im Jahr 2000. 2025 wurden 13.563 Ziegen gealpt und damit um 127 % mehr als im Jahr 2000. 2025 wurden 10.920 Pferde und Kleinpferde gealpt und damit um 16 % mehr als im Jahr 2000.

Die Almwirtschaft ist in den gebirgigen Regionen seit jeher von großer Bedeutung. Wenngleich sich die Almfutterfläche in den letzten 25 Jahren fast halbiert hat, war sie 2025 mit 322.446 Hektar noch immer um einiges größer als Vorarlberg und in etwa siebenmal so groß wie Wien. Der Anteil jener Grünlandbetriebe, die im Sommer Tiere auf die Alm auftreiben, ist in den letzten 25 Jahren mit rund einem Viertel gleichgeblieben.

Unsere Regionen

Österreichs Regionen sind ziemlich beeindruckend. Gerade im Vergleich mit anderen Ländern wird deutlich, wie lebenswert unsere Dörfer und Städte sind. All das ist unter anderem Ausdruck einer zielgerichteten Regionalpolitik. Dennoch sehen sich viele Regionen auch mit großen Herausforderungen konfrontiert.

Grafiken: © BMLUK/Mira Zenz

Die Almwirtschaft ist in den gebirgigen Regionen seit jeher von großer Bedeutung. Wenngleich sich die Almfutterfläche in den letzten 25 Jahren fast halbiert hat, war sie 2025 mit 322.446 Hektar noch immer um einiges größer als Vorarlberg und in etwa siebenmal so groß wie Wien. Der Anteil jener Grünlandbetriebe, die im Sommer Tiere auf die Alm auftreiben, ist in den letzten 25 Jahren mit rund einem Viertel gleichgeblieben.

Almwirtschaft in Zahlen

Was viele nicht wissen: Die Almbewirtschaftung ist nicht nur eine besonders naturnahe und tierwohlfreundliche Form der Landwirtschaft, die das Antlitz unseres Landes prägt, sondern von ihr profitieren die gesamte Gesellschaft und die Natur auf vielfältige Art und Weise. Der Erhalt und die Pflege dieser einzigartigen Landschaften ist deshalb im Interesse von uns allen.

Aktuelle Herausforderungen auf der Alm

Die artenreichen Almen sind das Ergebnis jahrhundertelanger harter Arbeit der Almbäuerinnen und Almbauern. Auch heute noch ist die Almwirtschaft eine besonders arbeitsintensive Form der Landwirtschaft und sie steht aktuell vor großen Herausforderungen: vom allgegenwärtigen Klimawandel über Zusammenstöße zwischen Weidevieh und Erholungssuchenden bis hin zur Rückkehr großer Beutegreifer.

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Almwirtschaft in Zahlen

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Das leisten bewirtschaftete Almen

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Erholung und Wertschöpfung

Egal ob für Gäste oder Einheimische – Almen sind wichtige Erholungs- und Freizeiträume. Als attraktive Kulturlandschaften sind sie zu einem wichtigen Aushängeschild des Tourismus geworden. Sie tragen direkt und indirekt zur Wertschöpfung in den Regionen bei und sichern dabei auch zahlreiche Arbeitsplätze.

Hochwertige Lebensmittel

Die wertvollen Kräuter und das frische Quellwasser wirken sich positiv auf die Gesundheit der aufgetriebenen Tiere und somit auch auf die Qualität der Almprodukte aus: Milch und Fleisch von der Alm enthalten nachweislich mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Aufgrund der besonderen Qualität gelten Almerzeugnisse als Premiumprodukte.

Ein Mehr an Artenvielfalt

Mit ihren Blumenwiesen und Landschaftselementen sind Almen ökologisch besonders wertvoll. Sie geben seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Arnika, Enzian, Apollofalter und Alpensalamander eine Heimat. Je größer die Artenvielfalt, desto besser greifen die Zahnräder des Ökosystems ineinander.

Schutz vor Naturgefahren

Almflächen verringern Gefahren durch Bodenerosion, Muren und Lawinen. Im Winter sind es die kurzen, robusten Grashalme, die im Gegensatz zu den langen Halmen und biegsamen Zwergsträuchern unbewirtschafteter Flächen für eine höhere Oberflächenreibung sorgen und so Schneemassen besser halten können.

Was viele nicht wissen: Die Almbewirtschaftung ist nicht nur eine besonders naturnahe und tierwohlfreundliche Form der Landwirtschaft, die das Antlitz unseres Landes prägt, sondern von ihr profitieren die gesamte Gesellschaft und die Natur auf vielfältige Art und Weise. Der Erhalt und die Pflege dieser einzigartigen Landschaften ist deshalb im Interesse von uns allen.

Eine kurze Geschichte der Almwirtschaft

Die Almwirtschaft hat im Alpenraum lange Tradition. Kaum eine andere Gebirgsregion wurde so sehr von Menschhand geprägt wie die Alpen. Bereits im 5. Jahrtausend vor Christus wurden natürliche Weideflächen oberhalb der Waldgrenze genutzt. Im Mittelalter begann dann der Aufbau der Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen. Mit dem Aufkommen der Eisenindustrie brach sie wieder ein, weshalb bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts erste Almschutzgesetze erlassen wurden.

In der Nachkriegszeit verlor die Almwirtschaft aufgrund des allgemeinen Strukturwandels und der höheren landwirtschaftlichen Produktivität im Flachland als Garant für die Ernährungssicherheit an Bedeutung. Geringe Ertragsfähigkeit bei hohem Arbeitsaufwand ließen sie nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Gleichzeitig wurde die außerlandwirtschaftliche Bedeutung der Almen für den Tourismus erkannt und immer mehr Almen mit einer „Hüttenwirtschaft“ ausgestattet. Dadurch und durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen konnte die Almbewirtschaftung erhalten werden. Dennoch steht sie auch heute vor vielschichtigen Herausforderungen.

Das Bild zeigt einen blauen Himmel, die Sonne und Wolken

Klimawandel
Erwärmung trifft Almen besonders

Im Alpenraum verändert sich das Klima besonders schnell: +2°C Klimaerwärmung auf Österreichs Almen in nur 25 Jahren ist die Bilanz einer neuen Langzeituntersuchung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Es wird künftig heißer, trockener und der Frühling kommt früher. Mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung und passenden Gegenmaßnahmen können (und sollen) die Almen mit ihren vielfältigen Leistungen auch in Zukunft erhalten bleiben:

  • Früher auf die Alm: Es braucht eine genaue Beobachtung des Vegetationsbeginns und traditionelle Auftriebstermine müssen überdacht werden. Laut Prognosen der ÖKS15-Klimaszenarien bis zur Periode 2071-2100 könnte der Weidebeginn 5 Wochen früher stattfinden.

Ausführliche Infos und Anpassungsstrategien im Podcast der HBLFA Raumberg-Gumpenstein!

© ArtBuyer.at

  • Vorsorge auf den Almen: Da der Klimawandel Extremwetterphänomene begünstigt, wird es immer wichtiger, für etwaige Kälteeinbrüche oder Hitzeperioden vorbeugende Maßnahmen zu treffen, wie zum Beispiel Zisternen anzulegen.
  • Hoch hinaus: Gut 300 Meter höher könnten Weidetiere künftig aufgetrieben werden.

Gutes Miteinander
Almwirtschaft, Weidevieh & Erholungssuchende

Das Bild zeigt eine Alm mit einer Wandererin

Almen sind für viele Erholungssuchende Freizeitparadies und Sehnsuchtsort: Sie ziehen jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher an. In seltenen Fällen kommt es dabei zu Zwischenfällen mit Weidevieh. Hintergrund ist meist fehlendes Wissen um den richtigen Umgang mit den Tieren und in manchen Fällen ein mangelndes Bewusstsein rund um die Eigenverantwortung. Nach dem Tod einer Almbesucherin und einem entsprechenden Urteil im Jahr 2019 hat das Landwirtschaftsministerium sofort reagiert. Gemeinsam mit Almwirtschaft und Tourismus wurde der Aktionsplan für sichere Almen erstellt:

  • Die Eigenverantwortung von Almbesucherinnen und Almbesuchern wurde erstmals gesetzlich verankert.

© BMLUK/Martina Siebenhandl

  • Expertinnen und Experten haben 10 Regeln für das richtige Verhalten im Umgang mit Weidevieh ausgearbeitet. Entsprechende Folder werden jedes Jahr an die Tourismusverbände zur weiteren Streuung verteilt. Außerdem stehen die Regeln und der Folder auf unserer Website www.sichere-almen.at zur Verfügung.

  • Der „Standard für die Alm- und Weidewirtschaft“ bietet der Landwirtschaft seither Leitlinien für eine rechtssichere Bewirtschaftung von Almen und Weiden. Zudem können auf www.sichere-almen.at Hinweisschilder in mehreren Sprachen heruntergeladen werden.

Die Rückkehr des Wolfs
die Almwirtschaft in Bedrängnis

Insgesamt 1.181 Nutztierverluste (inkl. verletzte und abgängige Tiere) im Jahr 2025 und eine langfristige Zunahme der Wolfspopulation – der Wolf bringt unsere Landwirtschaft immer mehr in Bedrängnis. Hauptbetroffen ist die Almwirtschaft. Während seine Verbreitung in manchen Teilen Europas nahezu unbemerkt verläuft, kehrt der Wolf in den Alpen in eine kleinräumig bewirtschaftete Kulturlandschaft zurück, was zwangsläufig zu Konflikten führt. Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune, Herdenschutzhunde und Behirtung sind aufwändig und kostenintensiv. Die Entnahme einzelner Problemwölfe ist rechtlich möglich, obliegt den Bundesländern und ist nicht selten gesellschaftlicher Zankapfel:

Das Bild zeigt einen Wolf
  • Vom Aussterben bedroht? War der Wolf vor wenigen Jahrzehnten tatsächlich noch vom Aussterben bedroht, so haben sich die Bestände seit längerem erholt. Seit 2018 ist der Wolf in Europa laut der Internationalen Naturschutzorganisation (IUCN) nicht mehr gefährdet.

© AB Photographie/Shutterstock

Die Grafik zeigt den im Erklärtext beschriebenen Anstieg der mittels DNA-Analyse bestätigten Wölfe in Österreich. Im Jahr 2025 waren 105 Wölfe in Österreich.

Auch wenn eindeutige Wolfsnachweise schwierig sind, ist klar, dass die Zahl der vielleicht auch nur zeitweise anwesenden Wölfe deutlich über den in der Grafik dargestellten liegt. Fest steht, dass sich immer mehr Wölfe in Österreich aufhalten. Wölfe sind hochmobile Tiere, die weite Strecken überwinden. Österreich liegt zudem in der Mitte stetig wachsender Wolfsbestände.

Dir Grafik zeigt die im Erklärtext beschriebene Entwicklung der Nutztierverluste durch den Wolf. 2025 waren 1.181 Tiere getötet, abgängig oder verletzt.

Die Mehrheit der Nutztierverluste durch den Wolf haben 2025 in Tirol und Kärnten stattgefunden. Betroffen waren in rund 96 % der Fälle Schafe und Ziegen. Die Zahlen müssen aber – aufgrund der Schwierigkeit der Erhebung der Verluste und der Führung einer akkordierten Statistik – mit einer gewissen Schwankungsbreite betrachtet werden. 

  • Der Schutzstatus: Mit der Herabstufung des Wolfes von „streng geschützt“ auf „geschützt“ im Jahr 2025 in der Berner Konvention und der entsprechenden Anpassung der EU-FFH-Richtlinie wurde ein wichtiger Schritt für die Alm- und Weidewirtschaft gesetzt. Der Wolf bleibt geschützt, gleichzeitig erhalten die Mitgliedstaaten mehr Spielraum für ein aktives Wolfsmanagement und für rascheres Handeln bei Risiko- oder Schadwölfen.

  • Die Umsetzung auf nationaler Ebene: Jagd- und Naturschutzrecht liegen in Österreich in Gesetzgebung und Vollziehung bei den Bundesländern. Sie setzen die europäischen Vorgaben in Landesjagd- bzw. Naturschutzrecht um und regeln, wann Risiko- oder Schadwölfe festgestellt und entnommen werden können. Die EU-Änderung ist bis spätestens 15. Jänner 2027 national umzusetzen. Tirol entwickelt sein Wolfsmanagement bereits weiter, damit behördlich angeordnete Entnahmen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen rascher möglich sind.

  • Neuer Zündstoff: Die Debatte um den Umgang mit Hybriden – also Mischlingen aus Wölfen und Hunden – hat gerade erst begonnen. Es wird befürchtet, dass diese weniger scheu wären und daher ein noch höheres Konfliktpotential bergen könnten. Bis jetzt hat sich dies wissenschaftlich jedoch nicht bestätigen lassen. Das Verhalten von Tieren wird immer durch ihre Umgebung, von den Umweltbedingungen geprägt – wächst ein Individuum als Wildtier auf, wird es sich wie ein solches verhalten. Um Hybridisierungen von vornherein zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass keine streunenden Hunde unterwegs sind.

So unterstützen wir die Almwirtschaft 

Österreichs Almen sind für die Gesellschaft und die Natur von unschätzbarem Wert. Würden sie nicht mehr bewirtschaftet, hätte dies unweigerlich negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Das Risiko für Naturgefahren würde steigen und die Landschaft durch Verwaldung und Verbuschung an Reiz verlieren, was wiederum unweigerlich auch Auswirkungen auf den für Österreich so wichtigen Tourismus hätte. Um das zu verhindern, gibt es eine Reihe an gezielten Unterstützungsmaßnahmen für die Almbewirtschafterinnen und -bewirtschafter.

Bundesweite Unterstützungsmaßnamen

Die Unterstützung der Almwirtschaft ist eine zentrale Säule des nationalen GAP-Strategieplans für die Förderperiode 2023-2027.

Im Rahmen der 1. Säule, den sogenannten Direktzahlungen, gibt es Basisflächenzahlungen für Almweideflächen, die pauschal pro Hektar ausbezahlt werden, sowie gekoppelte Prämien für den Auftrieb von raufutterverzehrenden Tieren, die pro Großvieheinheit (GVE) vergeben werden.

Im Rahmen der zweiten Säule sind es vor allem Maßnahmen im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL wie die Almbewirtschaftung oder auch die Tierwohl-Behirtung. Darüber hinaus können Unterstützungen im Rahmen von Projektmaßnahmen wie „Investitionen in die landwirtschaftliche Erzeugung (73-01)“ beantragt werden. Damit werden unter anderem auch der Neu- und Umbau von Almgebäuden und Alminfrastruktur gefördert. Bewilligt werden entsprechende Projektanträge durch die Bundesländer – siehe dazu unten mehr.

Video hier direkt auf YouTube ansehen

Maßnahmen im Überblick

Die einzelnen Maßnahmen sind nicht voneinander abhängig und können gesondert beantragt werden. Auf der Seite der Agrarmarkt Austria finden sich weiterführende Informationen.

Unterstützungsmaßnahmen der Bundesländer

Nachfolgend findet sich ohne Anspruch auf Vollständigkeit eine Übersicht zu Unterstützungsmaßnahmen der Bundesländer hinsichtlich des Erhalts und der Weiterentwicklung der Almwirtschaft.

Kärnten

Wappen des Landes Kärnten

Niederösterreich

  • Übersicht Landesförderungen
  • Herdenschutz: Es werden 80% der Netto-Materialkosten für Erneuerung und Aufrüsten oder Neubau von Zäunen für Schafe, Ziegen, Kälber, Pferde, Alpakas und Lamas gefördert. Nähere Informationen über die Landwirtschaftskammer.

Wappen des Landes Niederösterreich

Salzburg

Wappen des Landes Salzburg

Oberösterreich

Wappen des Landes Oberösterreich

Tirol

Wappen des Landes Tirol

Vorarlberg

Wappen des Landes Vorarlberg

Das leisten bewirtschaftete Almen

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Erholung und Wertschöpfung

Egal ob für Gäste oder Einheimische – Almen sind wichtige Erholungs- und Freizeiträume. Als attraktive Kulturlandschaften sind sie zu einem wichtigen Aushängeschild des Tourismus geworden. Sie tragen direkt und indirekt zur Wertschöpfung in den Regionen bei und sichern dabei auch zahlreiche Arbeitsplätze.

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Hochwertige Lebensmittel

Die wertvollen Kräuter und das frische Quellwasser wirken sich positiv auf die Gesundheit der aufgetriebenen Tiere und somit auch auf die Qualität der Almprodukte aus: Milch und Fleisch von der Alm enthalten nachweislich mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Almerzeugnisse gelten daher als Premiumprodukte.

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Ein Mehr an Artenvielfalt

Mit ihren Blumenwiesen und Landschaftselementen sind Almen ökologisch besonders wertvoll. Sie geben seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Arnika, Enzian, Apollofalter und Alpensalamander eine Heimat. Je größer die Artenvielfalt, desto besser greifen die Zahnräder des Ökosystems ineinander.

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Schutz vor Naturgefahren

Almflächen verringern Gefahren durch Bodenerosion, Muren und Lawinen. Im Winter sind es die kurzen, robusten Grashalme, die im Gegensatz zu den langen Halmen und biegsamen Zwergsträuchern unbewirtschafteter Flächen für eine höhere Oberflächenreibung sorgen und so Schneemassen besser halten können.

Was viele nicht wissen: Die Almbewirtschaftung ist nicht nur eine besonders naturnahe und tierwohlfreundliche Form der Landwirtschaft, die das Antlitz unseres Landes prägt, sondern von ihr profitieren die gesamte Gesellschaft und die Natur auf vielfältige Art und Weise. Der Erhalt und die Pflege dieser einzigartigen Landschaften ist deshalb im Interesse von uns allen.

Österreichs LandwirtschaftFaktenchecksFairness-BüroVISION 2028+nachhaltigkeit.atdas-isst-österreich.at
sichere-almen.atforstwirtschaft.at
Die Grafik veranschaulicht das in nebenstehendem Erklärtext beschriebene Verhältnis landwirtschaftlich genutzter Flächen. Insgesamt verringerten sich die landwirtschaftlich genutzten Flächen im Vergleichszeitraum um 14 %. Im Jahr 2025 waren 46 % Dauergrünland, 52 % Ackerfläche und 2 % Obst-, Wein- und sonstige Flächen.

Insgesamt gingen die landwirtschaftlich genutzten Flächen von 2000 bis 2025 um 14 % zurück. Waren im Jahr 2000 37 % des Dauergrünlands Almfutterflächen, so waren es im Jahr 2025 27 %. Das Verhältnis Acker und Dauergrünland hat sich im selben Zeitraum umgedreht. Der Anteil an Obst-, Wein- und sonstigen Flächen ist mit rund 2 % annährend gleichgeblieben.

2025 wurde eine Fläche von 2.557.083 ha landwirtschaftlich genutzt – eine Fläche so groß wie die Steiermark und Kärnten gemeinsam. Davon waren 322.446 ha Almfutterflächen. Während sich mit 54 % der Großteil aller landwirtschaftlich genutzten Flächen in Nieder- und Oberösterreich befindet, sind 59 % der Almfutterflächen in Tirol und Salzburg.

Die Grafik zeigt die im Erklärtext beschriebene Aufteilung der landwirtschaftlich genutzten Flächen und der Almfutterflächen auf die Bundesländer.
Die Grafik zeigt, dass die Anzahl der Almen von 2000 bis 2025 um 13 % abgenommen hat, die Anzahl der Almen mit Behirtung im gleichen Zeitraum aber um 9 % gestiegen ist.

Die Anzahl der Almen ging von 2000 bis 2025 um 13 % zurück. Während im Jahr 2000 rund 47 % der Almen behirtet waren, waren es 2025 rund 58 %. Die Zunahme der Behirtung geht – wie die Grafik zeigt – auch aus den absoluten Zahlen hervor.

Insgesamt wurden 2025 um 8 % weniger Großvieheinheiten (GVE) gealpt als im Jahr 2000. Wenngleich der Anteil an Schafen und Ziegen steigt, sind Rinder immer noch am häufigsten auf Österreichs Almen zu finden. Im Jahr 2000 wurden 15 % aller österreichischen Rinder gealpt, 2025 waren es 17 %.

Die Grafik zeigt die im Erklärtext beschriebene Entwicklung der gealpten Tiere in Österreich: 2025 wurden 250.973 Rinder (ohne Milchkühe) gealpt und damit um 4 % weniger als im Jahr 2000. 2025 wurden 50.037 Milchkühe gealpt und damit um 15 % weniger als im Jahr 2000. 2025 wurden 102.950 Schafe gealpt und damit um 7 % mehr als im Jahr 2000. 2025 wurden 13.563 Ziegen gealpt und damit um 127 % mehr als im Jahr 2000. 2025 wurden 10.920 Pferde und Kleinpferde gealpt und damit um 16 % mehr als im Jahr 2000.